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Forensik – hatten Straftäter eine schwierige Kindheit?

Forensik beschäftigt sich u.a. mit Spurensicherung und Ursachenforschung
Forensik beschäftigt sich u.a. mit Spurensicherung und Ursachenforschung ©dapd
Schwarzach – Wie sieht eigentlich das Berufsfeld eines Forensikers aus und hatten Straftäter immer eine schwierige Kindheit? VOL.at ging diesen Fragen auf den Grund.
Interview zum Thema Forensik

Die Forensik ist ein sehr breites Fachgebiet und Teil des gesamten Justizsystems. Einige Gebiete wie die forensische Anthropologie oder die forensische Medizin kennt man von diversen Fernsehserien. Andere wiederum finden Anwendung bei Gerichtsprozessen um Fragen der Schuldfähigkeit zu klären und Prognosen bei begangenen Straftaten zu erstellen.  In erster Linie sind hier die forensische Psychiatrie und die forensische Psychologie zu erwähnen.

„Um solch ein Gutachten zu erstellen, gibt es je nach Fachbereich meist klare Standards und Vorgehensweisen“, so Brigitte Seifert, Rechtspsychologin am Institut für Forensisch-Psychologische Begutachtung in St. Gallen. „Bei der Begutachtung von jugendlichen Straftätern ist es wichtig die Bezugspersonen, in der Regel die Eltern, miteinzubeziehen. Etwas das bei erwachsenen Straffälligen meinst nicht gemacht wird“, erklärt Seifert. Bei Jugendlichen spielt der Entwicklungsaspekt zudem noch eine große Rolle. So müssen auch je nach Rechtssystem sogenannte Reifekriterien berücksichtig werden. „Meine wissenschaftliche Arbeit die ich vor kurzem geschrieben habe, verdeutlicht die Aspekte von standardisiertem Vorgehen bei Fragen rund um das Kindeswohl“, so Seifert.

Kinder verfügen über Schutzfaktoren

Bei Kindern stellt grundsätzlich eine Bezugsperson einen wesentlichen Schutzfaktor vor psychosozialen Belastungssituationen in deren Entwicklung dar. „So verfügen Säuglinge über ein genetisch bestimmtes Grundtemperament, das ebenfalls Auswirkung auf dessen Entwicklung hat“, schildert Seifert. Somit wird davon ausgegangen, dass die Entwicklung eines Kindes sowohl durch seine Bezugsperson, aber auch durch seine eigenen Erfahrungen geprägt wird.

Die Frage, ob Straftäter immer eine schwierige Kindheit hatten, kann so nicht beantwortet werden. Fest steht, dass schwierige Lebensumstände oder Ereignisse die Entwicklung eines Menschen negativ prägen können. Gleichzeitig belegen Studien auch, dass aufgrund gewisser Schutzfaktoren belastende Ereignisse bei der Entwicklung kaum bis gar nicht ins Gewicht fallen können.

Interview zum Thema Forensik

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