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Fohrenburg-Jubiläum im Zeichen von Corona

Die bierige Erfolgsgeschichte soll auch nach 140 Jahren fortgesetzt werden. Nach der Krise stellt man in der Traditionsbrauerei die Weichen für die Zukunft.

Nicht unter dem traditionellen Markenzeichen des Einhorns, sondern unter den Folgen der Corona-Pandemie steht das 140-jährige Firmenjubiläum der Brauerei Fohrenburg. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen wird auf einen großen Festakt verzichtet, und auch das Bierfest im Herbst wird heuer nicht stattfinden.

Als Eventbrauerei litt die Fohrenburg ganz besonders unter der langen Schließung der Gastronomie und der Nicht-Durchführung von Veranstaltungen. Die Produktion musste bis ins Frühjahr 2021 deutlich zurückgefahren werden, nimmt aber inzwischen angesichts der beginnenden Lockerungen wieder Fahrt auf.

In der Produktion bringt der Neustart nicht nur die Beendigung der Kurzarbeit, sondern ist auch verknüpft mit neuen Investitionen, einerseits in den Umbau der Produktion, andererseits in die Erweiterung der Infrastruktur. Laut Geschäftsführer Wolfgang Sila werden aktuell rund sechs Millionen Euro investiert. Sila ist dabei ganz auf den Standort Bludenz ausgerichtet und meint: „Wir sehen uns als traditionelles Vorarlberger Unternehmen, das nicht nur seine Wurzeln, sondern auch seine Zukunft hier hat.“ Damit scheint die Fortsetzung des Weges gesichert, der hier 1881 mit der Gründung der „Bierbrauerei Fohrenburg“ durch Ferdinand Gassner begonnen hat.

Regionalität steht ganz oben

Dass Regionalität bei der Bludenzer Brauerei wichtig ist, zeigen auch die jüngsten Entwicklungen. Sie produziert als einzige im Land Weizenbier und alkoholfreies Bier, und mit dem Oberländer Ur-Spezialbier und Bio-Hofbier gelangen zuletzt zwei ganz besondere Würfe. Vor allem das Bio-Bier wurde ein Erfolgsschlager und wird seit diesem Jahr an die „Luftburg“ im Wiener Prater geliefert, eines der weltweit größten biozentrierten Restaurants. Auch international ist die Marke „Fohrenburger“ inzwischen ein Begriff. Das belegen nicht nur zahlreiche Auszeichnungen bei Wettbewerben, sondern auch steigende Exporte, unter anderem nach Italien.

Aber nicht nur Bio ist dem Fohrenburg-Team wichtig, auch in Sachen Klimaschutz, speziell beim CO2-Ausstoß, werden große Anstrengungen unternommen, um die Fohrenburg zur „grünen Brauerei“ zu machen.

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