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Förderungen in der Bildungskarenz

Eine Investition in die eigene Karriere lohnt sich nicht nur in der Corona-Krise. Bei einer Bildungskarenz gibt es zahlreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Bezahlt vom AMS.

Wieso nicht die Zeit der Corona-Krise nutzen und in die eigene Karriere investieren? Zahlreiche Vorarlberger Bildungsinstitute bieten hierfür Kurse und Studien an – der Situation angepasst auch online. Das lässt sich nicht finanzieren? Das stimmt nicht unbedingt, denn das Weiterbildungsgeld des AMS steht vielen Bildungshungrigen unter bestimmten Voraussetzungen zur Verfügung.

Auszeit für Weiterbildung

Eine Auszeit nehmen, um die eigene Karriere durch Weiterbildung voranzutreiben, ist mit der Bildungskarenz möglich. Voraussetzung hierfür ist ein Anspruch auf Arbeitslosengeld beim AMS, das heißt Anwärter auf die Bildungskarenz müssen mindestens sechs Monate in einem arbeitslosenversicherungspflichtigen Verhältnis gestanden haben – beim selben Arbeitgeber – und aktuell auch noch beschäftigt sein. Das Stundenausmaß spielt dabei keine Rolle, es ist lediglich notwendig, dass das Arbeitsverhältnis über der Geringfügigkeitsgrenze liegt. Tipp: Auch im direkten Anschluss an das Kinderbetreuungsgeld ist eine Bildungskarenz möglich. Ebenso in Zeiten der Kurzarbeit.

Dauer der Bildungskarenz

Der Arbeitgeber muss mit der Freistellung für die Dauer der Bildungskarenz einverstanden sein. Die Mindestdauer der Bildungskarenz beträgt zwei Monate. Maximal können zwölf Monate innerhalb von vier Jahren vom AMS gefördert werden. Dabei ist es auch möglich die Dauer zu stückeln, wobei ein Teil immer zwei Monate dauern muss. Eine weitere Voraussetzung ist die Teilnahme an einer Weiterbildung im Ausmaß von 20 Wochenstunden. Personen, die ein Studium absolvieren oder Betreuungspflichten haben, müssen zum Teil einen anderen Nachweis ihrer Weiterbildung erbringen. Personen, die ein Kind unter sieben Jahren betreuen, müssen lediglich 16 Wochenstunden Kurs inklusive Lernzeit schriftlich nachweisen.

Höhe des Weiterbildungsgeldes

Das Weiterbildungsgeld vom AMS kann während der Bildungskarenz unter bestimmten Voraussetzungen bezogen  werden. Und zwar in Höhe des Arbeitslosengeldes, mindestens jedoch in der Höhe von 14,53 Euro täglich. Der Antrag  muss frühzeitig beim AMS gestellt werden. Voraussetzung für einen positiven Bescheid und die Auszahlung des Weiterbildungsgeldes ist, dass der Antragsteller oder die Antragstellerin eine Weiter- bzw. Ausbildung besucht, die beruflich föderlich ist – sprich den Teilnehmenden höher qaulifziert. Das heißt, Hobbykurse sind nicht förderungswürdig, das Nachholen von Schul- oder Studienabschlüssen oder das Erlernen von Fremdsprachen wahrscheinlich schon. Es spielt übrigens keine Rolle, ob der Kurs im In- oder im Ausland  stattfindet.

Grenzen des Zuverdienst

Wem das geringere Einkommen Sorgen bereitet, dem steht die Möglichkeit offen, bis zur Geringfügigkeitsgrenze – das sind aktuell monatlich 475,86 Euro (2021) – dazuzuverdienen. Auch beim selben Arbeitgeber.

Achtung – wichtig!

Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Bildungskarenz und auch kein Rückkehrrecht zum alten Arbeitsplatz.

AMS-Förderung:

Voraussetzungen für das Weiterbildungsgeld: Es muss ein Anspruch auf Arbeitslosengeld bestehen. Dem AMS muss eine Bildungskarenzvereinbarung mit dem Arbeitgeber vorliegen. Das Weiterbildungsvorhaben muss dem AMS erklärt werden. Außerdem müssen die erforderlichen wöchentlichen Weiterbildungsstunden belegt werden.

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