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Flugzeugentführer aus Darfur lassen alle Passagiere frei

Für die 87 Passagiere des am Dienstag im Sudan entführten Flugzeugs ist der Alptraum am Mittwoch zu Ende gegangen. Die Entführer ließen alle Passagiere auf dem libyschen Flugplatz Kufra frei, nachdem mehrere an Bord ohnmächtig geworden waren.

Das berichtete die libysche Zivilluftfahrtbehörde. Die beiden Entführer behielten jedoch weiterhin die sechs Besatzungsmitglieder in ihrer Gewalt.

Der Pilot der Maschine einer privaten sudanesischen Fluggesellschaft übermittelte dem Flughafendirektor per Funk eine Botschaft der Entführer, die erklärten, die Maschine solle aufgetankt werden. Sie wollten nach Paris weiterfliegen. Die libyschen Verhandlungsführer wollten ihrerseits versuchen, die Entführer dazu zu bringen, auch den Piloten und die anderen Besatzungsmitglieder freizulassen. Nach libyschen Angaben sind unter den freigelassenen Passagieren fünf Lokalpolitiker aus Darfur, zwei ägyptische Polizeioffiziere, zwei Äthiopier und ein Staatsbürger von Uganda.

Die Entführer gehören nach eigenen Angaben der “Sudanesischen Befreiungsbewegung” (SLM) unter Führung von Abdul Wahid Nour, einer Splittergruppe der “Sudanesischen Befreiungsarmee” (SLA), aus Darfur an. Sie hatten die Maschine auf einem Flug von Nyala (Süd-Darfur) in die sudanesische Hauptstadt Khartum in ihre Gewalt gebracht. Zunächst verlangten sie vom Piloten, nach Paris zu fliegen, landeten dann jedoch am Abend in Libyen. Nour, der im französischen Exil lebt, dementierte in der Nacht gegenüber dem arabischen Nachrichtensender Al-Jazeera, dass die Entführer zu seiner Organisation gehören.

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