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Flüchtlingsboot vor Lesbos gekentert, ein Mädchen vermisst

Vor der griechischen Insel Lesbos ist am Mittwoch ein Boot mit Dutzenden Migranten gekentert. 51 Menschen konnten von der griechischen Küstenwache aus den Fluten gerettet werden. Ein 15-Jähriges Mädchen wurde jedoch vermisst. In der Region herrschten Winde der Stärke neun. Dies erschwere die Suchaktion der Küstenwache, berichtete der staatliche Rundfunk (ERT-Ägäis) weiter.

Der Flüchtlingszustrom in der östlichen Ägäis hat zwar im Vergleich zu den Jahren 2015 und 2016 deutlich nachgelassen. Damals waren mehr als eine Million Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Seit Jahresbeginn haben nach Angaben des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) 2.348 Menschen die gefährliche Fahrt von der türkischen Ägäisküste zu den griechischen Inseln unternommen. Weitere 1.159 sind auf dem Landweg aus der Türkei nach Griechenland gekommen. 2018 waren in der Ägäis 174 Migranten ums Leben gekommen oder werden vermisst.

Die Registrierlager der Inseln Lesbos und Samos sind restlos überfüllt. Am schlimmsten ist die Lage auf Samos. Im Lager bei Vathy mit einer Aufnahmekapazität für 648 Menschen leben nach Angaben der Regierung in Athen 3.745 Menschen. Viele Migranten leben in schwer beheizbaren und feuchten Containern, rund ein Drittel in Zelten – auch rund ums Lager.

(APA/dpa)

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