Flüchtlinge: Anwälte-Präsident Wolff plädiert für Menschlichkeit

Wolff: Arme und Herzen öffnen - Pocht auf Grund- und Freiheitsrechte für Vertriebene.
Wolff: Arme und Herzen öffnen - Pocht auf Grund- und Freiheitsrechte für Vertriebene. ©VOL.AT/Klaus Hartinger
Feldkirch. Rechtsanwälte-Präsident Rupert Wolff hat am Freitag zu einem Überdenken der Grundhaltung zu politischen Flüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen aufgerufen. "Öffnen wir nicht nur unsere Arme, sondern vor allem unsere Herzen für all jene, die aus Not und Bedrängnis zu uns kommen", sagte er bei der Eröffnung des Anwaltstags in Feldkirch.

Wolff verwies auf niedrige Geburtenraten und den Anteil von Zuwanderern am Bevölkerungswachstum. “Wer seine Kinder quer durch Europa trägt, damit diese eine bessere Zukunft haben, der ist stark. Der ist entschlossen. Der ist fähig, gemeinsam mit uns, unser Land zu entwickeln”, sagte er laut Redemanuskript.

Schutz und Hilfe, aber auch Pflichten

Natürlich brauche es dazu ein funktionierendes, praxistaugliches Regelwerk, das Flüchtenden Schutz und Hilfe garantiere, sie aber auch in die Pflicht nehme. “Genauso selbstverständlich wie Menschen auf ihrer Reise von Syrien nach Europa in Österreich de facto auf Nahrung, Kleidung und Schutz angewiesen sind, sind wir alle auf Regeln angewiesen, die eingehalten werden müssen, um Angst und Hass keine Chance zu geben”, sagte Wolf.

Diese müssten aber auch rechtsstaatlich und praxistauglich sein. “Menschlichkeit und Reglementierung sind kein Widerspruch, sofern die Regeln menschlich sind.”

Anwaltschaft als Hüter und Wahrer der Grund- und Freiheitsrechte

Die bei dem Treffen in Feldkirch vertretene Anwaltschaft Österreichs und Liechtensteins verstehe sich auch als Hüter und Wahrer der Grund- und Freiheitsrechte. “Auch und insbesondere für Vertriebene aus den Krisenregionen unserer Welt”, betonte der Kammerpräsident.

Wolff rief auch zum Gedenken an die 71 Toten auf, die in einem Kastenwagen an der Autobahn von Ungarn nach Wien gefunden worden waren. Sie “waren dem, was aus ihrer Sicht das gelobte Land ist, schon so nahe. Sie stehen für tausende verstorbene Vertriebene und Fliehende”.

(APA)

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