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Flucht am Pfänderhang: Grippe wirft Verhandlungsplan über den Haufen

Was geschah während der spektakulären Flucht?
Was geschah während der spektakulären Flucht? ©VOL.AT/R. Vlach
Feldkirch. Am Landesgericht hätte am Donnerstag der Raubprozess gegen jenen 25-jährigen Lochauer starten sollen, der im Juni 2013 über den Pfänderhang floh und die Polizei 135 Tage auf Trab hielt. Die Grippe machte allen Beteiligten einen Strich durch die Rechnung.
"Flüchtling" muss erneut vor Gericht
Kriminelle "Karriere" des Lochauers
Die Flucht endete nach 135 Tagen
Weitere Überfälle auf der Flucht?

Während der Zeit seiner Flucht soll der junge Mann laut Anklage weitere Raubüberfälle und einen Einbruch, sowie weitere Delikte begangen haben. Am 31.10. 2013 eine Sparfiliale im St. Galler Wildhaus, am 4.11.2013 einen weiteren bewaffneten Raub auf die Postfiliale in Haag (Kt.St.Gallen) und schlussendlich noch am 6.11. einen Raub auf die Volksbank im bayrischen Opfenbach.

Am Donnerstag um 13:00 Uhr hätte der Prozess beginnen sollen. Doch nun hat die Grippe, die derzeit viele Menschen lahm legt, dazwischen gefunkt. Verteidiger Thomas Raneburger muss mit 39 Grad Fieber das Bett hüten und kann die Causa, bei der es um maximal 20 Jahre Haft geht, nicht vertreten. So kurzfristig kann auch niemand anderer den komplexen Fall übernehmen.

Mutter ebenfalls angeklagt

Mit dem 25-jährigen Lochauer ist auch dessen Mutter angeklagt. Bei ihr geht es allerdings um falsche Beweisaussage. Sie soll versucht haben, ihren Sohn durch falsche Alibis zu schützen. Das ist nicht das erste Mal, dass die Frau wegen ihrem Buben Probleme mit der Justiz hat. Wann in Sachen Raub verhandelt wird, ist noch offen, es wurde kein Ersatztermin festgelegt.

Probleme gibt es offenbar auch mit mehreren Schweizer Zeuginnen, die angeblich nicht kommen wollen und die als Schweizerinnen auch nicht kommen müssen. Ebenso wacklig ist die Einvernahme des angeblichen Raubkomplizen, der in Uznach in der Schweiz in Haft sitzt. Videokonferenzen sind an und für sich gängig, mit der Schweiz scheint es allerdings immer wieder Probleme zu geben.

Der “Pfänderhangausreißer”, der sich mit seinem Anwalt gewissenhaft auf den Prozess vorbereitet hat und der nach wie vor alle drei Raubüberfälle bestreitet, muss sich jedenfalls weiterhin gedulden. Und auch seine Mutter muss heute vorerst nicht vor Gericht. (VOL.AT/Christiane Eckert)

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