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Fliegende Ausstellungsstücke

Dornbirn - Die inatura-Sonderausstellung "Schmetterling – ganz schön flatterhaft" öffnet am Freitag ihre Pforten.
inatura-Ausstellung

Kuratorin Christine Tschisner und ihre Helfer müssen bei der Arbeit Acht geben, nicht unabsichtlich eines ihrer lebendigen Ausstellungsstücke zu zertreten. Schließlich lassen sich die Dutzenden Tropenschmetterlinge fast überall in dem langen Gang nieder. Eben auch am Boden. In der Naturschau inatura in Dornbirn werden gerade die letzten Handgriffe erledigt. Schließlich wird die Sonderausstellung heute Abend eröffnet. Ab Freitag ist sie dann für Besucher allgemein zugänglich.

In der Ausstellung erfahren diese alles über die Welt der Falter: Vorkommen, Entstehung, Lebensräume, Forschung. In den Schaukästen können die verschiedenen präparierten Arten in Ruhe beobachtet werden. Bei den lebendigen Tropenfaltern braucht man manchmal mehr Geduld, bis sie ihre Flügel öffnen und die leuchtenden Farben zum Vorschein kommen.

Bis September in Vorarlberg

In der Wanderausstellung, die noch bis zum September in Vorarlberg weilt, sind Exponate aus den Landesmuseen Kärnten, Oberösterreich und Tirol zu sehen. Für die Zeit in Dornbirn wurde ein eigener Vorarlberg-Schwerpunkt eingerichtet. Schließlich besitzt die inatura selbst in ihrer Sammlung über 30.000 Schmetterlinge.

Besucher erfahren mehr über die regionalen Arten, aber auch die Forschung im westlichsten Bundesland. „In Vorarlberg leben derzeit etwa 2350 verschiedene Falterarten“, erklärt Tschisner. Durch den Verlust ihrer Lebensräume sinkt die Zahl. „Es gibt immer weniger Blumenwiesen oder Hochmoore. Auf überdüngten Flächen können viele Arten nicht überleben“, weiß Tschisner. Aber es gibt auch Positives zu vermelden. Immer wieder werden neue Arten entdeckt. Kürzlich in Feldkirch und am Arlberg. „In den Tropen findet man natürlich öfter unbekannte Arten“, sagt Tschisner.

Auch über die Schmetterlingsforschung können sich Interessierte informieren. Hier hat sich einiges verändert. Während Schmetterlingsforscher vor 120 Jahren in ihrer Freizeit auf die Suche gingen, ist heute alles viel professioneller. Für Schmetterlingsforscher funktioniert heute nichts mehr ohne GPS und Computertechnik. Fundorte werden digital gespeichert und auf eigenen Karten zusammengeführt.

In Kokons verpuppt

Die tropischen Falter, die in der Sonderausstellung in Dornbirn umherfliegen, wurden allesamt im Schmetterlingshaus in Wien gezüchtet. Bananenfalter mit großen Augen auf den Flügeln. Schillernd blaue Morphofalter. Atlasspinnen und verschiedene Schwalbenschwanzarten. Sie kommen noch in Kokons verpuppt in Dornbirn an. Mit etwas Glück erleben die Besucher, wie sich aus einem Kokon ein tropischer Schmetterling entfaltet. „Bei uns überleben sie zwei bis drei Wochen. Das ist länger als in der Natur. Dort haben sie viele Feinde“, weiß Tschisner.

Aber nicht nur innerhalb der Naturschau finden sich Schmetterlinge. Bei den frühlingshaften Temperaturen konnten Fachleute bereits den ersten Schmetterling in Vorarlbergs Natur sichten, einen „kleinen Spanner“.

Sonderausstellung „Schmetterling – ganz schön flatterhaft“

inatura, Jahngasse 9, Dornbirn von 26. März bis 19. September täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet Rahmenprogramm: Mittwoch, 2. Juni, 21 Uhr: Exkursion „Schmetterlinge der Nacht“ Freitag, 2. Juli, 19 Uhr: Diaabend mit Sigi Erlebach Freitag, 27. August, 20.15 Uhr: Exkursion „Weinschwärmer & Co. Nachtfalter am Köder“ Eintrittspreise für alle Ausstellungen (in Euro): Vollpreis 9,50 Kinder von 6 bis 15 Jahren 4,80 Erwachsener + Kind 11,40 Jugendliche, Studenten 7,60 Schulklassen pro Schüler 2,80

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