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"Flexicurity" – flexibler Arbeitsmarkt und sozialer Schutz

Bregenz - Landtagspräsident Halder wurde zum Berichterstatter zur Thematik "Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit – wie können junge Menschen umfassend an Bildung und Beschäftigung teilhaben?" bestellt.

“Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, an die ich mit vollem Engagement herangehen will”, so Halder. Der Bericht soll im April kommenden Jahres vom Plenum diskutiert und verabschiedet verabschiedet werden.

Darüber hinaus nahm Halder an einer Aussprache mit dem für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten zuständigen Kommissar Vladimir Spidla teil. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die europäischen Volkswirtschaften die großen Herausforderungen der Globalisierung, des beschleunigten technischen Fortschritts und des demografischen Wandels bewältigen können. Die neue Strategie der EU nennt sich “Flexicurity”, ein Kunstwort, das sich aus Flexibility und Security zusammensetzt. Das Konzept zielt darauf ab, den Arbeitsmarkt so flexibel wie möglich zu halten und gleichzeitig einen umfassenden sozialen Schutz anzubieten.

Lebenslanges Lernen und Reintegration in den Arbeitsmarkt

Die EU-Kommission sieht lebenslanges Lernen als wesentliche Voraussetzung für die notwendige Flexibilität der Menschen. Auch für das Land Vorarlberg ist klar, dass Arbeit und Bildung zu einem untrennbaren Begriff geworden sind. LTP Halder: “Junge Menschen sollen deshalb – so unser Ansatz – bereits in der Ausbildungsphase frühzeitig auf eine Berufs¬laufbahn vorbereitet werden, in der lebenslanges Lernen selbstverständlich ist.”

Gleichzeitig dürfe auf Maßnahmen zur Reintegration von älteren Menschen, Langzeitarbeitslosen und Frauen in den Arbeitsmarkt nicht vergessen werden. “Wichtig ist hier, außerhalb der Marktgegebenheiten Beschäftigungsfelder für ältere Menschen zu finden, die nicht mehr in den Arbeitsmarkt vermittelbar sind”, so Halder. In Österreich sei dabei besonders die regionale Ebene aktiv und setze entsprechende Maßnahmen.

Gestaltungsspielraum für regionale Ebenen

“Den regionalen Ebenen muss außerdem ausreichend Gestaltungsspielraum für die soziale Daseinsvorsorge gelassen werden”, fordert Halder einmal mehr. Diese Dienstleistungen bauten auf gewachsenen Strukturen und ganz besonders auf großem bürgerschaftlichem, ehrenamtlichen Engagement auf, ohne das sie nur schwer finanzierbar wären. Die EU-Kommission habe sicherzustellen, dass die Regionen ihre Aufgaben im Hinblick auf benachteiligte, nicht mehr in den Arbeitsmarkt integrierbare Menschen wahrnehmen und dabei auf bewährten Strukturen aufbauen können. Dieses wichtige Anliegen wurde von LTP Halder auch in einem persönlichen Gespräch an den zuständigen EU-Kommissar Spidla herangetragen.

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