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Flatz-Performance: Tiroler Künstlerschaft gegen "Zensur"

Innsbruck -  Gegen "Zensur" hat sich am Freitag der Vorsitzende der Tiroler Künstlerschaft nach einer aufsehenerregenden Performance des Vorarlberger Künstlers Wolfgang Flatz ausgesprochen.
Die Aktion im Kunstraum Innsbruck am 15. Jänner war von der Innsbrucker Bürgermeisterin Hilde Zach scharf kritisiert worden. “Ich habe null Verständnis für diese Aktion der Selbstverstümmelung”, hatte sie gesagt. Franz Wassermann will jetzt eine offizielle Entschuldigung von Zach.
Der international renommierte und für seine provokanten Auftritte bekannte Künstler Flatz hatte am vergangenen Freitag im Kunstraum in Innsbruck für einen Eklat gesorgt. Mit seiner blutigen Performance “schuldig – nicht schuldig” verstörte er nicht nur sein Publikum, sondern löste auch einen Polizei- und Rettungseinsatz aus. Bei der Aktion lief der Künstler nackt zwischen von der Decke baumelnden Metallplatten hin und her und schlug seine Stirn gegen die Objekte bis seine Stirn eine blutige Wunde aufwies. Dabei sagte er abwechselnd die Worte “schuldig” und “nicht schuldig”. “Schluss wird dann sein, wenn entweder ich in die Knie gehe oder der Letzte aus dem Publikum den Raum verlassen hat”, hatte Flatz vor der Veranstaltung angekündigt. Davon wussten die Besucher allerdings nichts.

Das Publikum reagierte unterschiedlich. Einige blockierten die Metallplatten, um den Künstler von seiner Selbstverletzung abzuhalten, eine Frau rief “Aufhören”. Andere nahmen die Performance des Künstlers gelassen hin und unterhielten sich scheinbar unbeirrt. Ein alarmierter Sanitäter zog ebenso wieder ab wie zwei Polizisten. Da sich nach über zwei Stunden immer noch einige hartnäckige Besucher im Raum befanden, machte Kunstraum-Chef Stefan Bidner dem Ganzen ein Ende. Er bat die restlichen Leute, den Raum zu verlassen.

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