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Fischer seit fünf Jahren Bischof

©VMH/ Dietmar Stiplovsek
Feldkirch - Rom bestellte Elmar Fischer im Mai 2005 zum Feldkircher Oberhirten.
Fischer soll gewohnheitsmäßig geschlagen haben
Videobericht: Prügelvorwürfe gegen Bischof Fischer
Bischof Fischer nimmt zu den Vorwürfen Stellung
Kardinal Schönborn kritisiert Fischer heftig

Jubiläum. Dieser Tage jähren sich Ernennung und Weihe von Elmar Fischer zum Vorarlberger Landesbischof zum fünften Mal. Am 24. Mai 2005 präsentierte Diözesanbischof Klaus Küng seinen Nachfolger der Öffentlichkeit. Der damals 68 Jahre alte Generalvikar Elmar Fischer hatte Küng bereits seit Oktober 2004 im Amt vertreten. Küng war ja als „Feuerwehr“ ins krisengeschüttelte St. Pölten entsandt worden. Am 3. Juli 2005 schließlich nahm Fischer Mitra und Ring in Empfang. Kommendes Jahr wird er mit 75 Jahren den vatikanischen Gepflogenheiten gemäß den Papst um seine Versetzung in den Ruhestand bitten. Am 6. Oktober 1936 wurde Elmar Fischer in Feldkirch/ Tisis geboren. 1955 maturierte er. Dann studierte Fischer bis 1962 Theologie in Innsbruck. Am 29. Juni wurde er in seiner Heimatgemeinde von Bischof Bruno Wechner zum Priester geweiht.

Bisheriger Lebensweg

Von 1962 bis 1965 war Fischer Kaplan in Lustenau/ Rheindorf, dann bis 1970 als Pfarrprovisor in Sibratsgfäll tätig. Dort zieht es ihn noch heute an freien Tagen hin. 1969 promovierte Fischer im Fach Pastoral. Von 1970 bis 1982 war er Rektor im Studieninternat Marianum, von 1974 bis 1990 leitete er die diözesane Lehranstalt für Ehe-, Familie- und Lebensberatung. Von 1979 bis 1990 leitete Fischer das Ehe- und Familienzentrum der Diözese.

Familie ist ihm wichtig

Die Familie und der Schutz des ungeborenen Lebens blieben Fischers Hauptthemen auch als Bischof von Feldkirch. Die Frage nach seinen spirituellen Wurzeln beantwortet Elmar Fischer mit dem Namen Johannes vom Kreuz: „Das ist mein Lieblingsmystiker.“ Dieser Johannes trat 1563 in den Karmeliterorden ein, studierte in Salamanca Theologie und Philosophie und machte sich ab 1568 gemeinsam mit Teresa von Ávila daran, Reformen durchzuführen. Die gerieten freilich so streng, dass Johannes 1578 in ein ordenseigenes Gefängnis in Toledo geworfen wurde. Er floh nach drei Monaten. Doch seine Auffassungen von klösterlicher Strenge kamen nirgendwo so richtig an. In seinem Gedicht, „Noche escura del alma“, „Die dunkle Nacht der Seele“, beschrieb er das Trachten der Seele nach der Vereinigung mit Gott, die sie durch eine zu Kreuzigung und Auferstehung Jesu parallele Erfahrung erreicht.

Für Mesner zuständig

In der Österreichischen Bischofskonferenz ist Fischer für die Mesner zuständig. Über die Jahre hat er immer wieder mit umstrittenen Äußerungen von sich reden gemacht. So erklärte er im Feb­ruar 2009 in Unterstützung für den umstrittenen designierten Linzer Weihbischof Gerhard Wagner und entgegen der allgemeinen Meinung in Psychologie und Psychotherapie, dass Homosexualität genauso als „psychische Krankheit“ wie Alkoholismus einzustufen und deshalb heilbar sei. Einen Tag später entschuldigte sich Fischer öffentlich mit den Worten: „Ich ging von einem offenkundig nicht mehr letztaktuellen wissenschaftlichen Stand der Literatur aus.“ Fischer hatte bereits 1996 als Generalvikar in einem Schreiben an alle Pfarrämter der Diözese unter anderem den Zusammenhang zwischen Homosexualität und Promiskuität betont. Gegen den Bischof wurden zuletzt Vorwürfe erzieherischer Gewalt in seinen Tagen als Kaplan erhoben.

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