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Finnland: Halonen ist haushohe Favoritin

Wenn man den Umfragen Glauben schenkt und davon ausgeht, dass die Politik heutzutage alles andere als voller Überraschungen ist, dann ist die finnische Präsidentenwahl am Sonntag (15. Jänner) eine „g’mahte Wies’n“.

Die amtierende Staatspräsidentin Tarja Halonen (62) darf auf ihre Wiederwahl vertrauen – möglicherweise schon im ersten Durchgang, falls sie mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen kann. Spätestens in der Stichwahl dürfte die Amtsinhaberin wiedergewählt werden.

Sollte sich der Erfolg im ersten Anlauf, trotz Umfrage-Ergebnissen, die Halonen rund zwei Wochen vor der Wahl 54 Prozent im ersten Wahlgang prophezeiten, doch nicht ausgehen, dann gibt es zwei Wochen später eine Stichwahl. Dort würde Halonen dann aller Voraussicht nach einen ihrer beiden konservativen Gegenkandidaten Sauli Niinistö oder Matti Vanhanen zum Gegner bekommen.

Vanhanen geht, obwohl er amtierender Ministerpräsident ist, als knapp Schwächerer der beiden Herausforderer ins Rennen. Der 50-jährige Chef der traditionell in ländlichen Regionen verankerten Zentrumspartei gab sich zuletzt aber zuversichtlich, seinen konservativen Mitbewerber in der Zielgeraden noch auszubremsen und statt seinem um sieben Jahre älteren Konkurrenten in die mögliche Stichwahl zu gelangen.

Halonen, die vor sechs Jahren als erste Frau in das höchste finnische Staatsamt gewählt wurde, ist in Finnland trotz ihrer Vorgeschichte als Vertreterin des linken Parteiflügels der Sozialdemokraten auch unter zahlreichen Wählern anerkannt und beliebt, die bei Parlamentswahlen eine der konservativen Parteien bevorzugen. Die Strategie des ehemaligen Konservativen-Chefs und Ex-Finanzministers Niinistö, sich im Wahlkampf als „Kandidat der Arbeiter“ darzustellen und so in Halonens Stammwählerschaft zu wildern, dürfte Beobachtern zufolge nicht aufgegangen sein.

Neben den drei Hauptkandidaten treten fünf weitere Anwärter um das höchste Amt im Staat an. Unter ihnen sind der liberal-konservative schwedischsprachige EU-Abgeordnete Henrik Lax, die Grüne Ex-Spitzenpolitikerin Heidi Hautala und Populisten-Chef Timo Soini. Sie haben jedoch praktisch keine Chance, in die allfällige „Hoffnungsrunde“ gegen Halonen zu kommen.

Der Präsident, beziehungsweise die Präsidentin, hat nach der heutigen Verfassung Finnlands im Vergleich zu früher nur noch wenige echte Machtbefugnisse. Allerdings hat das Wort des Staatsoberhauptes in der Außen- und Sicherheitspolitik Finnlands nach wie vor beträchtliches Gewicht. Besonders deutlich wurde dies Ende des vergangenen Jahres, als sich in Finnland eine Diskussion darüber entwickelte, ob die Regierung oder der Präsident bei der Entsendung finnischer Truppen im Rahmen von internationalen Kriseneinsätzen das entscheidende Wort haben sollte.

Wahlberechtigt sind diesmal 4.276.967 Finnen. Über 600.000 davon machten vergangene Woche an den ersten drei Tagen von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Stimme in der Vorwahl abzugeben. Präsidentenwahlen locken in Finnland traditionell mehr Wähler an als die Parlamentswahlen. Vor sechs Jahren betrug die Wahlbeteiligung in der ersten Runde knapp 77 Prozent, in der Stichwahl sogar über 80 Prozent. Damals hatte Halonen gegenüber Ex-Ministerpräsident Esko Aho das bessere Ende für sich – mit 51,6 zu 48,4 Prozent allerdings relativ knapp.

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