Finder von Ylenias Leiche hatte systematisch gesucht

St. Gallen - Der Mann, der die Leiche von Ylenia gefunden hat, hatte sich auf Grund von Informationen aus den Medien und dem Internet einen eigenen Suchplan aufgestellt. Vorbericht: Ylenia ist tot

Die Fakten hätten für den Hartmannswald in Oberbüren gesprochen, sagte der 28-jährige Informatiker Simon Kuhn in einem Interview der „SonntagsZeitung“.

Er sei am Samstag in den Hartmannswald bei Oberbüren (SG) gegangen und habe die Leiche nach rund eineinviertel Stunden gefunden, berichtete der Winterthurer. Um 12.11 Uhr habe er die Polizei informiert. Die von Tieren im lockeren und teilweise fast etwas moorigen Boden ausgescharrte Leiche habe fast an der Oberfläche gelegen. Rund um den Fundort habe er Tierspuren gefunden.

„Als ich unmittelbar vor der Vertiefung stand, sah ich Körperteile. Beim genaueren Hinschauen entdeckte ich den Kopf“, erklärte Kuhn und ergänzte: „Es war offensichtlich geworden, dass an dieser Stelle etwas sein muss. Jeder, der gestern an dieser Stelle im Wald vorbeigegangen wäre und auf den Boden geschaut hätte, wäre auf die Leiche von Ylenia gestoßen.“

Kuhn suchte bereits seit Beginn seiner Ferien vor rund drei Wochen. Er habe sich auf Grund von Informationen aus den Medien und dem Internet einen eigenen Suchplan aufgestellt und im Billwilerwald, zwischen den Ortschaften Walde und Ricken, und im Wald zwischen Ober- und Niederbüren gesucht. Zum Teil habe er den Cockerspaniel eines Bekannten mitgenommen, nicht aber am (gestrigen) Samstag.

„Ich habe zuvor nochmals die Fakten studiert und gedacht, sie muss dort sein. Auch wenn die Polizei dort schon mehrmals gesucht hat“, stellte Kuhn fest. Wie Kuhn sagte, suchte er aus persönlicher Motivation: „Ich kenne die Familie des Mädchens nicht, aber ich wollte einfach, dass Ylenias Mutter abschließen kann, dass sie aus der Ungewissheit erlöst wird.“

Er habe gehofft, etwas zu finden, aber wirklich daran geglaubt habe er trotzdem nicht.

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