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Finanzielle Probleme der Pflege

Die Zahl der Demenzkranken steigt stark an. Für viele pflegende Angehörige ist nicht nur die psychische und physische Belastung groß, sondern auch die finanzielle.

Klaus Janovski von der Arbeitsgemeinschaft Heim- und Pflegeleitung fordert laut ORF einen leichteren Zugang zur Sozialhilfe.

In Vorarlberg wird es nach Angaben von Primar Albert Lingg vom Landeskrankenhaus Rankweil in den nächsten 30 Jahren 12.000 Demenzkranke Menschen geben – mehr als doppelt so viel wie heute. Auf das Pflege- und Gesundheitssystem kommen enorme Herausforderungen zu. Zurzeit schaue es nicht so aus, dass diese auch bewältigt werden können, so der Sprecher der Vorarlberger Arbeitsgemeinschaft Heim- und Pflegeleitung, Klaus Jankowski.

Heute werden noch rund 80 Prozent der alten Menschen von den Angehörigen gepflegt. Die psychische Belastung führt oft zum Burn out- Syndrom. Darum sollte es die Möglichkeit geben, dass je nach Bedarf eine Nacht- oder Tagespflege bzw. eine stundenweise Pflege in Anspruch genommen werden kann, so Jankowski. Die vorhandenen Möglichkeiten würden oft zuwenig genutzt werden. Erstens gebe es hier gesellschaftliche Gründe – was sagen die Nachbarn, wann man die Mutter abgibt. Zweitens finanzielle Gründe. Viele würden den enorm hohen Tagessatz für die Tagespflege nicht vermögen, so Jankowski.

Für Jankowski ist daher die wichtigste Forderung der leichtere Zugang zur Sozialhilfe. Es müsste Geld aus dem Sozialtopf kommen. Je mehr Leute zuhause betreut werden können und die Leistungsfähigkeit der Angehörigen erhalten bleibt, umso länger könnten konstante Heimaufenthalte verzögert oder gar vermieden werden.

Landesrätin Greti Schmid (ÖVP) fordert vom Bund die Demenz beim Pflegegeld finanziell besser zu bewerten und Pflegen steuerlich zu entlasten. Es gebe schon ein sehr gutes Angebot an Tagesbetreuung, so Schmid, sie soll aber weiter ausgebaut werden. Parallel dazu soll vermehrt ambulant betreutes Wohnen angeboten werden.

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