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Finanzer mit Job am zufriedensten, Metaller hadern mit Gesundheit

In der Finanzbranche arbeiten die glücklichsten Mitarbeiter.
In der Finanzbranche arbeiten die glücklichsten Mitarbeiter. ©Bilderbox
Trotz Finanz- und Bankenkrise und offenbar unbeeindruckt von medialer und gesellschaftlicher Kritik sind Beschäftigte in der Finanzbranche die zufriedensten Arbeitnehmer in Österreich, zeigt der aktuelle Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer, der erstmals auch nach einzelnen Berufen ausgewertet wurde.

Am glücklichsten in ihrem Job sind demnach Bankangestellte, gefolgt von Büroangestellten, die keinen Kundenkontakt haben, Finanzberatern (“Keiler”) und Personen in Führungspositionen. Als Branche gesehen sind die Metaller am unzufriedensten, was mit der gesundheitlichen Belastung zusammenhängt, erläutert Reinhard Raml vom Meinungsforschungsinstitut IFES am Freitag. “Jeder Fünfte dort klagt über gesundheitliche Probleme.” Nach einzelnen Berufen betrachtet ergibt sich folgendes Bild: Am unteren Ende der “Zufriedenheitsskala” befinden sich – wenig überraschend – Reinigungskräfte, Lkw-Fahrer, das Kassierpersonal im Handel, Beschäftigte im Gastgewerbe und am Bau.

Krise hinterlässt deutliche Spuren

In Summe zeigt sich, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise deutliche Spuren im Stimmungsbild der Beschäftigten hinterlassen hat. Nach dem Absturz des Arbeitsklima-Index in den Jahren 2008 bis 2010 von 111 auf 107 Punkte stagniert er in diesem Jahr bei einem Wert von 108 Punkten.

Gemessen wird die Zufriedenheit nach Parametern wie Einkommen, Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben und sozialem Ansehen. Die Finanzbranche ist vor allem damit zufrieden, was am Ende des Monats auf dem Konto landet. Die in der Krise in die Kritik geratenen Finanzberater können zwar auch heute noch ganz gut von ihrem Einkommen leben, sind damit aber nicht mehr ganz so zufrieden wie früher, ergab die Umfrage. Die Finanzbranche wird derzeit wieder stark gebeutelt, zahlreiche Jobs stehen auf dem Spiel. Bei der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) sollen 500 Stellen gestrichen werden, wurde kürzlich bekannt. “Wenn es in mehreren Geldinstituten zu einem Abbau kommt, ist ein Durchschlag im Index zu erwarten”, sagt dazu der Präsident der AK Oberösterreich, Johann Kalliauer.

Dass es im Job nicht nur auf das Geld ankommt, zeigt sich an den Kindergartenpädagogen. Obwohl 64 Prozent von ihnen sagen, ihr Einkommen reicht nicht oder gerade noch, sind sie in ihrem Beruf gleich zufrieden wie Führungskräfte und zufriedener als Versicherungsangestellte. Als Grund nennt Raml persönliche Motivation, die Freude am Umgang mit Kindern und einen “gewissen Idealismus”.

Schlechte Bezahlung größter Grund für hohe Unzufriedenheit

Die schlechte Bezahlung ist wiederum in vielen anderen Berufen mit der größte Grund für die hohe Unzufriedenheit. Etwa bei Kassierpersonal, Putzkräften und Kellnern. Dazu kommen schlechte Arbeitsbedingungen, geringes soziales Ansehen und gesundheitliche Risiken. Angesichts der Tatsache, dass Kassierinnen und Kassiere mit zu den Beschäftigten zählen, die am unzufriedensten sind, erwartet sich Kalliauer im Handel “ähnlich kräftige Impulse” wie in der Metallindustrie. Kommenden Mittwoch, den 16. November, gehen ja die KV-Verhandlungen im Handel in die dritte Runde.

Kalliauer sprach von einem nicht von der Hand zu weisenden Zusammenhang zwischen Ausbildung und Arbeitszufriedenheit. “Die Frage der schulischen Bildung ist daher ganz wesentlich. Wir müssen die Zahl jener, die wir nach der Pflichtschule verlieren, reduzieren”, so der AK-OÖ-Chef. Etwa 15 Prozent der 15- bis 24-Jährigen verfügen über einen Pflichtschulabschluss – ein Anteil, der über die Jahre stetig abgenommen hat. Die Industrie stelle immer weniger Anlernkräfte ein, sondern sei verzweifelt auf der Suche nach Fachkräften.

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