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Finanzberater prellte Kunden

Feldkirch -   Ein 46-jähriger Dornbirner wurde wegen schweren Betrugs zu eineinhalb Jahren bedingter Haft verurteilt.

Der ausgebildete Finanzberater versprach seinen Kunden astronomisch hohe Renditen von bis zu 25 Prozent. Zwölf leichtgläubige Anleger tappten in die Finanzfalle. Sie vertrauten dem Dornbirner insgesamt 90.000 Euro an und sahen keinen Cent ihrer Investition wieder. „Es war ein Schwachsinn“, räumte der umfassend geständige Angeklagte gestern gegenüber dem vorsitzenden Richter Wilfried Marte ein. Dieser wollte wissen, wohin denn das ganze Geld geflossen sei. Der Angeklagte gab zu, mit dem Geld alte Schulden bezahlt und in hochriskante Finanzpapiere investiert zu haben. Einen Teil des Geldes habe er für den Erhalt eines von ihm übernommenen Büros in Innsbruck gebraucht. „Mein Mandant hat sich damals in einer psychischen Krise befunden“, so der Anwalt des Angeklagten. Der hochverschuldete Mann habe versucht, ein Finanzloch zu stopfen, indem er ein anderes auftat. Der 46-jährige Dornbirner wurde des schweren gewerbsmäßigen Betruges für schuldig befunden.

Unbedingte Geldstrafe

Der Schöffensenat verhängte eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung und eine unbedingte Geldstrafe in der Höhe von 3600 Euro – als Zusatzstrafe zu einer früheren Verurteilung. Zudem muss er 19.000 Euro Schadenersatz zahlen. Etliche geprellte Kunden hatten ihren Schaden bereits über Anwälte eingeklagt. Der Dornbirner nahm das Urteil an, auch die Staatsanwaltschaft verzichtete auf Rechtsmittel.

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