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Fiktion mit Realität verbunden

1.021 Euro Publikumsspenden für SOS-Jugend-WG
1.021 Euro Publikumsspenden für SOS-Jugend-WG ©SOS-Kinderdorf

1.021 Euro Publikumsspenden für SOS-Jugend-WG

“Die gedehnte Zeit” des Vorarlberger Autors Rainer Juriatti handelt von einem Jugendlichen, der – scheinbar unmotiviert – seinen Chef erschießt. Er bereut seine Tat nicht, sitzt in einer Zelle und wartet auf seine Verhandlung. Was prägte seine “letzte Handlung”? Was macht den Menschen zum Mörder? Das sind die zentralen Fragen, denen sich der im Otto-Müller-Verlag Salzburg erschienene Roman stellt.

In den vergangenen Monaten widmete Juriatti Lesungen aus dem Roman “Die gedehnte Zeit” dem SOS-Kinderdorf Vorarlberg und bat das Publikum um kleine Beiträge für die Jugendwohngemeinschaften, in denen bis zu 18 Jugendliche Unterkunft und Ansprechpartner finden.

1.021 Euro gespendet

Gesamt erbrachten die Lesungen auf der Hohentwiel, in der Bibliothek in Eschen (Liechtenstein), der Stadtbibliothek in Dornbirn, der Bibliothek in Frastanz, der Quelle-Buchhandlung in Feldkirch und schließlich die Lesung anlässlich der Jahrestagung der BibliothekarInnen in Batschuns einen Betrag von 961 Euro, das Antiquariat Arnoldini aus Feldkirch beteiligte sich mit einem Spendenbetrag für einige Kartons alter Bücher aus der Bibliothek Juriattis und der Musiker Emil Salzmann, der Juriatti bei den Lesungen instrumental begleitete, trug ebenso zum Spendenergebnis bei.

SOS-Jugendwohngemeinschaften

In Dornbirn und Bregenz bietet das SOS-Kinderdorf in zwei Wohngemeinschaften jungen Menschen Lebens- und Entwicklungsmöglichkeit, die sie sonst nicht finden können. “Zugleich”, so Sabine Juffinger, Geschäftsführerin des SOS-Kiinderdorf, “sind die WGs für viele Jugendliche Unterschlupf, oft geht es dabei ‚nur‘ um ein warmes Essen, eine warme Dusche, ein Gespräch”. Bis zu 18 Jugendliche wohnen in den zwei Wohngemeinschaften.

Seit einem Jahr werden die Einrichtungen auch als integrierte WGs geführt und nehmen Jugendliche mit psychiatrischer Diagnose auf. Dazu kommen Krisenaufnahmen, die nahezu an der Tagesordnung sind.

Fiktion und Realität

“Gewalt in all seinen Facetten ist der Motor des Romans”, so Juriatti, “Gewalt scheint oft vorgegeben zu sein, wird vorgelebt, wird weitergetragen. Gewalt kommt vor, das ist die bittere Realität. Auch in Vorarlberg gibt es viele Jugendliche, für die Inhalte aus dem Roman kalte Wahrheit sind.”

Quelle: Kinderdorf

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