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Führerscheinkosten: Vorarlberg im Ländervergleich auf Platz eins

Schwarzach - Im Bundesländervergleich landet Vorarlberg bei den durchschnittlichen Führerscheinkosten auf Platz eins, dicht gefolgt von Niederösterreich und Kärnten. Stellungnahme RFJ | V.L.V. | JVP | BZÖ/GZÖ | Video im Bericht

Der Differenzbetrag für eine Lenkerberechtigung der Klasse B – vergleicht man die günstigsten und teuerste Fahrschule – beträgt 211 Euro.

Eine Erhebung der Preise für die B-Mehrphasen-Ausbildung Ende Mai durch das Marktforschungsinstitut Kreutzer, Fischer & Partner, hat 319 Fahrschulen (außer Oberösterreich) unter die Lupe genommen. Um die Kosten in einen direkten Vergleich setzen zu können, wurde die Ausbildung mit 18 Praxisfahrstunden kalkuliert. Nicht in der Summe inkludiert sind ein Erste-Hilfe-Kurs, Lernunterlagen, Arzt und Behörden, dafür sind weitere 250 Euro fällig.

Der Mehrphasenführerschein gliedert sich in zwei Abschnitte: Die erste Phase ist die Ausbildung in der Fahrschule und beinhaltet 32 Theoriestunden, zwölf Fahrstunden und eine Hauptschulung. Die Hauptschulung kann entweder durch private Übungsfahrten von 1000 Kilometern oder in der Fahrschule absolviert werden. Je nach Bedarf des/der Fahrschülers/in, kann sich die Summe der zusätzlichen Fahrstunden bis zur Prüfungstauglichkeit zwischen einer und mehr als zehn Stunden bewegen. Der zweite Abschnitt beinhaltet drei Fortbildungen innerhalb eines Jahres nach dem Führerscheinerwerb, die sich in zwei Perfektionsfahrten und ein Fahrsicherheitstraining mit einem verkehrspsychologischen Gespräch aufteilt.

Aufwändige Preisvergleiche

„Preisvergleiche lohnen sich“, so Dr. Karin Hinteregger, Bereichsleiterin der AK-Wirtschaftspolitik, „sind aber mit sehr viel Aufwand verbunden, weil die Fahrschulen bundesweit kaum vergleichbare Ausbildungspakete anbieten“. Außerdem hänge der Endpreis natürlich auch davon ab, wie viele Zusatzfahrstunden ein Fahrschüler benötigt um prüfungstauglich zu sein. Bei durchschnittlichen 50 Euro pro Stunde, kann das den Preis schnell deutlich erhöhen. Interessant auch, dass nur 45 von 307 Fahrschul-Homepages den Preis – zumindest für die erste Phase – richtig angeben. In Vorarlberg sind auf keiner einzigen Homepage Preise zu finden.

Im Durchschnitt liegen die Kosten des B-Führerscheins inklusive zweiter Phase (bei 18 Fahrstunden) in Vorarlberg bei 1706 Euro, ein Wert, der in keinem anderen Bundesland erreicht wird. Die Differenz zwischen dem günstigsten Ausbildungsangebot in Bludenz und dem teuersten in Bregenz bzw. Hard beträgt 211 Euro, im Österreichvergleich der geringste Unterschied, ein Vergleich lohnt sich aber allemal.

Die AK-Forderungen

Zum einen muss die Ausbildung für Eltern und Jugendliche leistbar sein, der Österreichdurchschnitt von 1550 Euro plus 250 Euro Zusatzkosten liegt rund ein Drittel höher als das mittlere monatliche Nettoeinkommen (1300 Euro). Andererseits darf dadurch der hohe Qualitätsstand der Ausbildung nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Unerlässlich für die AK ist eine Informationsplattform, damit Interessierte sich einfacher über Preise und Leistungen informieren können. Zusätzlich müssen neue gesetzliche Regelungen der Mindeststundenanzahl für praktische Fahrstunden angedacht werden.

  • Informationsplattform, damit ein Preisleistungsvergleich einfacher wird, möglicherweise in Form eines Service im Internet ähnlich dem Strom- oder Telefonkalkulator.

  • Verbindliche Preisauskünfte und eine Bruttopreisauszeichnung mit allen Zuschlägen und Gebühren für die gesamte Führerscheinausbildung. Vorschriften über die Preise der Fahrschulausbildung sollten im Preisauszeichnungsgesetz aufgenommen werden, wie etwa die Preisauszeichnungsregelungen für Flugpreise.

  • Mindeststundenanzahl für die praktischen Fahrstunden müssen neu geregelt werden. Derzeit ist ungewiss, wie viele praktische Fahrstunden – neben den zwölf gesetzlich vorgeschriebenen – zusätzlich absolviert werden müssen, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Die Ausbildungskosten sind dadurch unvorhersehbar.

    AK-Tipps

  • Rufen Sie bei mehreren Fahrschulen an und erfragen die genauen Gesamtkosten der Führerscheinausbildung inklusive aller darin enthaltenen Leistungen sowie der genauen Anzahl der Fahrstunden.

  • Wenn Führerscheinpreise auf den ersten Blick sehr günstig erscheinen, kann das auch daran liegen, dass die Kosten der zweiten Phase nicht enthalten sind.
  • Erkundigen sie sich auch nach den genauen Kosten der praktischen Fahrstunden und Lernunterlagen.

  • Achten Sie darauf, dass im Komplettpreis nicht immer alle Leistungen – etwa die Anmelde- oder Versicherungsgebühr – angegeben sind.

  • Die genaue Erhebung finden sie im Internet unter www.ak-vorarlberg.at

    Im Jahr 2006 hatten die Fahrschulen die AK wegen falscher, ehrenrühriger Behauptungen im Zusammenhang mit der damaligen Erhebung der Führerscheinpreise geklagt. Das Verfahren wurde 2007 beendet. Das Oberlandesgericht Wien hatte der AK im Provisorialverfahren Recht gegeben, die Fahrschulen haben auf weitere Verhandlungsschritte verzichtet und die Kosten bezahlt.

    Quelle: Aussendung der AK Vorarlberg

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