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"Fühle mich Lustenau verpflichtet"

©Stiplovsek
Lustenau - Der Besitzer der herunter­gekommenen Herberge in Lustenau verspricht eine Generalsanierung des Objekts.

VN: Seit zwei Jahren gehört Ihnen das Sporthotel. Haben Sie nicht den Eindruck, Sie sitzen auf einer Ruine? Kaikati: Man könnte das glauben, wenn man sich momentan hier umschaut. Aber ich bin im Begriff diesen Zustand zu ändern. Ich werde mir jetzt einen Überblick verschaffen, wo es was zu sanieren gibt und werde das dann umsetzen.

VN: Wussten Sie denn vor zwei Jahren nicht, was Sie da kaufen? Kaikati: Als ich zum ersten Mal hierher kam, hat scheinbar alles funktioniert. Da herrschte überall Betrieb. Ich hatte keine Ahnung, dass es bald so viele Probleme geben würde.

VN: Bedauern Sie es zwischenzeitlich, dass Sie das Objekt erworben haben? Kaikati: Aber nein. Schauen Sie sich in dieser Gegend doch nur um. Es gibt keine besser, Lage für ein Hotel. Von hier aus sind Sie überall sofort. In München, in Zürich, in Paris. Sie haben wunderschöne Berge in der Nähe. Und dann gibt es ja den Sportpark, der rund um das Hotel entstehen wird. Da braucht es doch einen Mittelpunkt, wo Sportler wohnen können. Aber auch andere Gäste – egal von wo sie kommen.

VN: Sie müssen ein sehr reicher Mann sein. Denn man wird in dieses Gebäude etliche Millionen Euro investieren müssen, um es wieder hotel-tauglich zu machen. Kaikati: Natürlich kostet das. Aber man kann natürlich auch einen vernünftigen Weg zwischen Preis und Leistung finden. Das ist mein Ziel.

VN: Möchten Sie, dass das Objekt ein Sporthotel im eigentlichen Sinn bleibt? Kaikati: Das will ich, ja. Ich möchte aber auch, dass es ein Treffpunkt für die Kommune wird. Wo Veranstaltungen stattfinden, wo Leute essen gehen können, wo sich Familien treffen. Ich sehe es auch als eine Art Verpflichtung an, dieser Kommune etwas zu geben. Ich fühle mich ihr verpflichtet. Ich habe sehr viele Ideen. Und ich denke da nicht nur ans Geldverdienen.

VN: Was ist Ihrer Meinung nach mit dem Hotel in den letzten Jahren schief gelaufen? Kaikati: Es wollten viele Leute hier immer nur etwas herausholen. Es wurde betrogen und gestohlen. Man konnte niemandem trauen. An das Hotel hat niemand gedacht.

VN: Womit verdienen Sie Ihr Geld? Kaikati: Ich bin im Immobilien- und Autogeschäft tätig. Ich mache Geschäfte hauptsächlich im arabischen Raum. In Dubai, Saudi Arabien und Syrien. Von dort möchte ich auch Investoren für das Hotel gewinnen. Mein erlernter Beruf ist der eines Zivilingenieurs. Ich bin britischer Staatsbürger mit arabischen Wurzeln und 45 Jahre alt.

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