AA

FH Vorarlberg will ihre Stärken ausbauen

©VMH/ Klaus Hartinger
Dornbirn - Die Fachhochschule Vorarlberg (FH) will künftig im Bereich der berufsbegleitenden Studien sowie der Didaktik stärkere Akzente setzen.
LH Sausgruber: Top-Adresse für Studierende

In diesen Feldern habe man bereits eine Vorreiterrolle inne, erklärte am Dienstag FH-Geschäftsführerin Hedwig Natter anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Fachhochschule. Mit knapp 1.100 Studenten habe man die Vollausbaugrenze von 1.200 beinahe erreicht. Neue Studienprogramme werde es aber bis 2013 keine geben, weil der Bund keine Plätze freigebe, sagte Natter.

Die Pionierphase sei abgeschlossen, man befinde sich nun in einem Abschnitt der Konsolidierung, erklärte die Geschäftsführerin. Nach einem intensiven Analyse- und Reflexionsprozess habe man sich entschieden, den eingeschlagenen Weg und das angebotene Programm fortzuführen. “Wir haben umfassende Maßnahmen definiert, um im Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen zu können”, so Natter.

Die Vorreiterrolle im Didaktik-Bereich hängt nach Angaben der Geschäftsführerin auch mit der Kleinheit der Fachhochschule Vorarlberg zusammen. “An einer kleineren Hochschule kann man viel in kleinen Gruppen unterrichten”, sagte sie. An der FH in Dornbirn gebe es keine überfüllten Hörsäle und demzufolge auch keine protestierenden Studenten. Bei einem zukünftigen neuen Studienprogramm würde sich das Thema Energie anbieten, sagte Natter.

Besonders betont wurde von Natter und FH-Rektor Rudi Feurstein, dass die Absolventen der Fachhochschule gesuchte Arbeitskräfte seien. Laut Feurstein gibt es praktisch keine arbeitslosen Absolventen der FH Vorarlberg. “Jener Prozentanteil liegt unter zwei Prozent”, sagte Feurstein. Im heurigen Herbst habe man auch im technischen Bereich gute Bewerberzahlen verzeichnet, ob sich dies zu einem Trend auswachse, könne man freilich noch nicht sagen. Zur Stellung der FH Vorarlberg als Forschungszentrum sagte Feurstein: “Wir versuchen einen vernünftigen Mittelweg zwischen bedarfsweckend und bedarfsdeckend”.

Derzeit werden an der FH Vorarlberg 14 Studiengänge in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Gestaltung und Soziale Arbeit angeboten. Je sieben davon sind Bachelor- bzw. Master-Studiengänge, sechs Studiengänge können berufsbegleitend absolviert werden. Mehr als 400 der aktuell 1.079 Studierenden haben neben dem Studium einen Beruf, der Frauenanteil unter den Studenten liegt bei rund 42 Prozent. Seit ihrer Gründung hat die FH Vorarlberg knapp 2.000 Absolventen hervorgebracht.

Das Land Vorarlberg steuerte zuletzt etwa 9 Mio. Euro zur Finanzierung der FH bei. Laut Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) wird dieser Betrag wegen der wirtschaftsbedingten Einnahmeneinbrüche kleiner werden, dafür würden die im Landeseigentum stehenden Vorarlberger Illwerke ihre Sponsortätigkeit “massiv aufstocken”.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Dornbirn
  • FH Vorarlberg will ihre Stärken ausbauen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen