AA

FH-Studiengang "Soziale Arbeit": Rechnungshof kritisiert mangelhaften Praxisbezug

©VOL.AT/Sturn
Dornbirn - Dem Bachelor-Studiengang "Soziale Arbeit" an der FH Vorarlberg fehlt es an Praxisbezug, das Masterstudium sollte generell überdacht werden. Zu diesem Schluss kommt ein Prüfbericht der Landes-Rechnungshofes Vorarlberg, der am Donnerstag präsentiert wurde.

Während etwa in St. Gallen 1.600 Praxisstunden verlangt werden, sind es an der FH Vorarlberg lediglich 760. Die klare Forderung von RH-Direktor Herbert Schmalhardt: “Praktika und Projekte sind aus unserer Sicht auszubauen und von den Einrichtungen, an denen sie absolviert werden, umfassender zu beurteilen.” Auch die Einführung eines berufsbegleitenden Bachelors würde dem Ziel größerer Praxistauglichkeit Rechnung tragen.

Kritik am Masterstudium

Wenig schmeichelhaft schneidet der weiterführende Masterstudiengang ab. Das eigentliche Ziel, die Professionalisierung der sozialen Arbeit voranzutreiben, werde verfehlt. Stattdessen diene es in der Mehrheit der Fälle als Zusatzqualifikation für Absolventen verwandter Studien. Auch die im Vergleich zum Bachelorstudium geringen Bewerberzahlen sprechen für die mangelnde Attraktivität des Studiengangs. 2012 kamen im Masterstudium auf einen Studienplatz 1,3 Bewerber, beim Bachelor waren es 3,3 Bewerber.

Internationaler Vergleich

“Das Masterstudium ist daher vor der anstehenden Verlängerung 2015 auch unter dem zweckorientierten Einsatz öffentlicher Mittel zu bewerten”, so Schmalhardt. Für den Prüfbericht des Landes-Rechnnungshofes wurde das Studienangebot an der FH mit ähnlichen Studiengängen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verglichen. Auch Arbeitgeber im Sozialbereich wurden um ihre Einschätzung gebeten. (MST)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Dornbirn
  • FH-Studiengang "Soziale Arbeit": Rechnungshof kritisiert mangelhaften Praxisbezug
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen