Feuerwerke: Menschen, Tiere und Umwelt schützen

Gemeinsamer Appell für eine zeitliche und räumliche Begrenzung von Silvesterfeuerwerk.
Gemeinsamer Appell für eine zeitliche und räumliche Begrenzung von Silvesterfeuerwerk. ©Canva; VOL.AT/Paulitsch
Polizei gibt Tipps zum Umgang mit Feuerwerkskörpern

Die Lärm- und Feinstaubbelastungen in der Silvesternacht ist vielerorts so hoch wie sonst nie im Jahr. Umweltlandesrat Johannes Rauch, Sicherheitslandesrat Christian Gantner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher richten erneut einen gemeinsamen Appell an die Bevölkerung, mit Feuerwerken sparsam umzugehen. "Dadurch können die Belastungen für Umwelt und Gesundheit, für Mensch und Tier spürbar reduziert werden", so die Regierungsmitglieder übereinstimmend. Ein neu herausgegebenes Informationsblatt stellt übersichtlich die negativen Auswirkungen von Feuerwerken dar.

Grenzwert von Feinstaub an fast allen Messstellen überschritten

Der Grenzwert von Feinstaub (PM 10) wird zu Silvester an fast allen Messstellen um das Mehrfache überschritten. Je nach Lage und meteorologischen Bedingungen sind Silvesterfeuerwerke für mehrere Feinstaubtage verantwortlich. Hohe Feinstaubkonzentrationen belasten die Atemwege: Asthmatiker haben einen erhöhten Medikamentenbedarf, die Spitäler verzeichnen erhöhte Krankenhausaufnahmen wegen Herz-Kreislauf-Problemen. Dazu kommen noch Personenschäden, sagt Landesrätin Rüscher: "Regelmäßig müssen Personen wegen unsachgemäßer Verwendung von Silvesterraketen in Vorarlbergs Spitälern behandelt werden."

Feuerwerke zeitlich eingrenzen

Rauch appelliert daher an die Vorarlberger Gemeindeoberhäupter, Feuerwerke an Silvester zeitlich zu begrenzen oder nur in bestimmten Bereichen oder an bestimmten Plätzen zu genehmigen. "Es geht darum, Mensch, Tier und Umwelt zu schützen. Wenn wir alle aufeinander Rücksicht nehmen, können wir trotz der besonderen Umstände den Jahreswechsel würdig feiern", so Rauch. Ebenfalls zu bedenken: "Auch Tiere leiden sehr stark unter dem für sie ungewohnten Knall- und Blitzlichtgewitter, das oft stundenlang andauert. Deshalb sollen im Nahbereich von landwirtschaftlichen Betrieben und Tierheimen keine Feuerwerke gezündet werden. Zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt müssen die Reste des Feuerwerks entsorgt werden", erklärt Landesrat Gantner.

Maßnahmen und Grundsätze

Ein neu herausgegebenes Informationsblatt stellt übersichtlich die negativen Auswirkungen von Feuerwerken dar. Der Appell für ein verantwortungsbewusstes Silvester bzw. einen generellen rücksichtsvollen Einsatz von Feuerwerken und zur Rücksichtnahme auf Umgebung und Umwelt richtet sich an alle Mitbürger. Folgende Grundsätze sollen eingehalten werden:

  • Weniger ist mehr: Reduzieren Sie Ihr Feuerwerk, auch Ihren Mitmenschen, der Tier- und Umwelt sowie der Luftqualität zuliebe.
  • Entsorgen Sie die Reste, vermeiden Sie das Abfeuern auf Weide- und Äsungsflächen (nicht verrottbare Plastik- und Metallteile können in das Tierfutter gelangen und bei den Tieren schwere gesundheitliche Störungen auslösen).
  • Verzichten Sie auf die Durchführung von größeren (Silvester-)Feuerwerken, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Das neue Infoblatt kann bei den Gemeindeämtern abgeholt werden, die online-Version ist unter www.vorarlberg.at/mappe-luft verfügbar.

(VLK)

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