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Festspielleitung holt sich externe Fachberater

Demnächst wird das Gesamtprogramm präsentiert: Zu „André Chénier“ kommt nicht nur eine Uraufführung, sondern auch ein Schauspiel.
Demnächst wird das Gesamtprogramm präsentiert: Zu „André Chénier“ kommt nicht nur eine Uraufführung, sondern auch ein Schauspiel. ©VN
Bregenz - Am Wochenende erfolgt die Ausschreibung der Bregenzer Festspiel-Intendanz.

Einer Anhörungskommission werden sich die Bewerber um die künstlerische Leitung der Bregenzer Festspiele nicht stellen müssen, fest steht jedoch, dass sich der auf fünf Personen erweiterte Stiftungsvorstand von externen Fachleuten beraten lässt. Laut dem designierten Präsidenten Hans-Peter Metzler sollen das Persönlichkeiten aus der europäischen Musiktheaterszene sein. Nachdem seit dem unrühmlichen Abgang des bereits designierten Pountney-Nachfolgers Roland Geyer einige Zeit ereignislos verstrichen ist, versicherte Metzler auf Nachfrage der VN nun, dass die Ausschreibung der Intendanz am kommenden Wochenende erfolgt.

Stabile Lösung für 2014

Die neue künstlerische Leitung der Bregenzer Festspiele soll definitiv ab dem Jahr 2015 tätig werden. Man sei, so Metzler, froh, für das Jahr 2014 nun auch noch eine „stabile Lösung“ gefunden zu haben. Was er in früheren Gesprächen mit den VN in Aussicht stellte, wurde nun fixiert. David Pountney, erfolgreicher Intendant seit 2004, wird zu seinem Abschied im Sommer 2013 Mozarts „Zauberflöte“ inszenieren und auch im Reprisenjahr für das weitere Programm – also für die Opernproduktion im Festspielhaus, die Konzerte, ein mögliches kleineres Musiktheaterprojekt etc. – verantwortlich zeichnen. 2010 hatte Pountney im Festspielhaus eine dreijährige Opernuraufführungsserie gestartet, man darf also gespannt sein, mit welchen weiteren Innovationen der Brite einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin das Feld übergibt. Nach der etwa zweimonatigen Ausschreibungsfrist will das Präsidium, bekanntermaßen besetzt mit Metzler, Wilhelm Muzyczyn, Sabine Haag, Michael Grahammer und Verena Brunner, gemeinsam mit mindestens zwei Beratern eine Shortlist erstellen und, wie erwähnt, bis Ende des Sommers eine Entscheidung treffen.

Präsidentenwechsel

Die Konstituierung des Stiftungsvorstands erfolgt um den 19. März, womit der Wechsel vom bisherigen Präsidenten Günter Rhomberg zu Hans-Peter Metzler vollzogen ist. Zu diesem Zeitpunkt wird auch das endgültige Programm für 2012 präsentiert, wobei den VN bekannt ist, dass es eine ergänzende Sprechtheaterproduktion des Wiener Schauspielhauses geben wird.

Anfrage der Grünen

In einer Anfrage an Kulturlandesrätin Andrea Kaufmann verlangten die Grünen gestern nach Aufklärung rund um die „verunglückte“ Intendantenbestellung von Roland Geyer. Wie berichtet, hatten sich Metzler und Geyer nach unüberbrückbaren Auffassungen bezüglich des Konzepts im Jänner getrennt. Geyer hatte einen Werkvertrag und wäre 2015 Intendant geworden. Gegenüber den VN betonte Metzler, dass „keine Abfindung“ bezahlt wurde, die Höhe des Werkvertragshonorars wollte er nicht nennen.

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