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Festnahmen nach Bombendrohung

Bruck an der Mur - Wieder hat es in der Steiermark eine Bombendrohung gegen einen Bahnhof gegeben. Eine betrunkene Frau teilte über Polizeinotruf mit, dass am Bahnhof Bruck/Mur eine Bombe deponiert sei.

Der Bereich wurde daraufhin evakuiert und der Zugverkehr eingestellt. Die 35-Jährige und zwei Komplizen verrieten sich am Tatort schließlich selbst. Laut Sicherheitsdirektion Steiermark erklärte die Frau, sie und ihre Begleiter hätten wissen wollen, was nach einer Bombendrohung passiere.

Kurz nach 1.15 Uhr ging bei der Bezirksleitstelle der Polizei Bruck/Mur der erste Anruf ein. Die Anruferin teilte mit, dass eine Bombe am Bahnhof Bruck versteckt sei und forderte 1,5 Mio. Euro. Der Bahnhof wurde gesperrt und das Areal nach Sprengstoff abgesucht. Rund eine halbe Stunde später meldete sich die 35-Jährige erneut und drohte, dass die Bombe in einer Stunde explodieren werde.

Während der Durchsuchung fielen Polizisten drei Personen auf, die sich vom Stadtzentrum näherten und dann vor dem Bahnhof zu warten schienen. Bei einer Befragung verrieten sich die 35-jährige Frühpensionistin, ein 27-jähriger Frühpensionist und ein 30 Jahre alter Hilfsarbeiter dann selbst. Zusätzlich ergab ein Stimmenvergleich, dass die Frau – die zum Tatzeitpunkt 1,3 Promille intus hatte – die Anruferin gewesen war, so die Polizei.

Bei den Einvernahmen gestand die 35-Jährige, auf Zureden des 27-Jährigen – bei dem ein Alkohol-Test 1,6 Promille ergab – mit einer Bombe gedroht zu haben. Den ersten Anruf tätigte sie von einer Telefonzelle am Bahnhofsgelände, den zweiten von einer Telefonzelle aus dem Stadtgebiet.

Die Frau wurde in die Justizanstalt Leoben eingeliefert. Der ebenfalls geständige 27-Jährige und der nicht geständige 30-Jährige wurden wegen Landzwang – der mit bis zu drei Jahren bzw. bei erschwerenden Umständen mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft wird – angezeigt. Die Sperre des Bahnhofs wurde gegen 2.45 Uhr aufgehoben. Die Kosten des Einsatzes belaufen sich laut Sicherheitsdirektion auf mindestens 5.000 Euro.

Es handelte sich bei der Bombendrohung bereits um die dritte in rund einer Woche in der Steiermark. Zuvor hatte es ähnliche „Aktionen“ bereits gegen den Hauptbahnhof Graz und in der Nacht auf Mittwoch das LKH Leoben gegeben. Im obersteirischen Spital mussten von den Einsatzkräften 448 Patienten evakuiert werden, ein Bub kam während der Zeit der „Scherz“-Drohung zur Welt. Wie die klinische Psychologin Martina Schuster am Freitag der APA erklärte, sei sie durch das LKH gegangen, um Patienten Gesprächsgelegenheiten zu bieten. Es hätten aber nur wenige tiefer gehende Gespräche benötigt, positiv ausgewirkt hätte sich, dass die Evakuierung so ruhig abgelaufen sei.

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