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Festliche Klänge in historischem Raum

Liechtensteinische Hofmusik mit Leiter Werner Gloor (Fagott).
Liechtensteinische Hofmusik mit Leiter Werner Gloor (Fagott). ©Volksblatt/Trummer
Das Oberland-Fest begann im Landesmuseum mit Musik aus früher Zeit.

Vaduz. (sch)  Kürzlich gab es einen erfreulichen musikalischen Auftakt zum Oberland-Fest im prächtigen historischen Saal des Landesmuseums. Die renommierte Liechtensteinische Hofmusik mit Leiter Werner Gloor (Fagott) und Anteil aus Vorarlberg spielte Musik um 1712, jenes bedeutungsvollen Jahres für Liechtenstein, das vor 300 Jahren (Oberland-Fest) „das Werden eines Landes“ markiert.

Die zwei Damen und sechs Herren, alle in noblem Schwarz, und seit sechs Jahren als Liechtensteinische Hofmusik vereint, sind profilierte Spitzenmusiker der Region und pflegen den historische Originalklang auf ihren Instrumenten. Im ca. einstündigen Konzert im Landesmuseum spielten sie mit perfekter Homogenität und klangschön Werke von vier Komponisten, die alle an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert lebten und somit einen authentischen Klangteppich zum Liechtensteiner Schlüsseljahr 1712 mit 300-jährigem Jubiläum 2012 beisteuerten.

„Kleinmeister“ mit schöner Musik

Die Komponisten Caldara, Zelenka, Hoffer und Fux sind zwar alle schon vor Mozarts Geburt 1756 gestorben, doch das übermächtige Genie des Salzburger Meisters ließ sie im Nachhinein zu „Kleinmeistern“ der Musikgeschichte werden. Sie schrieben aber dennoch schöne, festliche, kunstvolle Musik, die vor allem auch durch das tänzerische Element  den höfischen Glanz ihrer Epoche widerspiegelt. 

Und so konnte das Publikum in erstklassiger Interpretation durch die Hofmusik  folgende Werke genießen: die lebhafte Sinfonie Nr.4 des Venezianers Antonio Caldara (1670-1736); die Sonate Nr. 3, B-Dur, für Violine, Oboe, Fagott, Kontrabass und Cembalo von Jan Disma Zelenka (1679-1745) aus Böhmen – die Oboistin mit Violine und Fagott als delikates Trio! –; das brillante Balletto von Johann Josef Hoffer (1666-1729) und alle acht Künstler vereint in der Ouvertüre in g-Moll, K 355, mit markanten Tänzen des Steirers Johann Joseph Fux (1660-1741). Eine Zugabe von Caldara beschloss das exquisite Konzert im Raum mit dem Flair des Herkulessaales in Wien.

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