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Feller im Roten Trikot in Adelboden um ersten Weltcupsieg

Manuel Feller kommt als Führender im Slalom-Weltcup nach Adelboden.
Manuel Feller kommt als Führender im Slalom-Weltcup nach Adelboden. ©APA/AFP
Im Roten Trikot des Disziplinführenden geht Manuel Feller am Sonntag in den Slalomklassiker in Adelboden.

Damit hatte sich der Tiroler einen Kindheitstraum erfüllt, der nächste soll in Form des ersten Weltcupsieges folgen. "Wenn es nie gelingt in meiner Karriere, wird es mich mein ganzen Leben vielleicht ein bissl anzipfen, aber andererseits musst du stolz und dankbar sein für das, was du erreicht hast."

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Die Rückenprobleme begleiten den 28-Jährigen schon die ganze Karriere, derzeit hat er sie aber gut im Griff. "Ich bin dankbar, dass ich komplett schmerzfrei auf den Ski stehe und es sehr gut funktioniert. Ich fühle mich gesund und fit, kann mich nicht beschweren. Ich fühle mich so jung, wie lange nicht mehr, so macht alles rundherum mehr Spaß. Es ist auch im Alltagsleben einfacher, wenn nichts zwickt in der Früh."

Schon knapp dran am Sieg

In dieser Saison war Feller im Slalom in Alta Badia mit 8/100 Sekunden Rückstand auf den Schweizer Ramon Zenhäusern Zweiter, in Madonna di Campiglio Vierter und zuletzt in Zagreb Zweiter - nur eine Zehntel hinter dem Deutschen Linus Straßer bei dessen erstem Erfolg in einem Spezialslalom. Die beiden 28-Jährigen kennen sich schon ewig. "Linus ist der Athlet in dem Zirkus, gegen den ich mich am längsten matche. Wir sind schon im Bezirkscup gemeinsam gefahren, für mich ist er ein halber Österreicher", sagte Feller.

Sicher hätte er gern selbst in Zagreb gewonnen, erklärte Feller, aber auf der anderen Seite habe er das Rote Trikot und ein weiteres Podium. "Ich war nie so stabil im Slalom, das nehme ich mit. Ich habe Freude am Skifahren. Im Skisport geht es um Hundertstel. Sicher wurmt es, wenn man knapp hinten ist, aber man muss das Positive sehen."

Adelboden ist anders

In Adelboden erwarten ihn andere Verhältnisse als bisher, er hat in den Riesentorläufen nach Ausfall und Platz elf bereits Bekanntschaft damit gemacht. "Es sind komplett andere Bedingungen. Ich bin sicher gut drauf, aber das allgemeine Feld wird sich sicher ein bissl durchmischen im Vergleich zu den ersten drei Rennen. Die Karten werden neu gemischt." Erzwingen könne man einen Weltcupsieg nicht. "Ich hoffe, dass es irgendwann passieren wird. Wenn es so sein will, will es sein. Ansonsten nehme ich noch ein paar zweite Plätze mit."

Dritter Saisonsieger neben Zenhäusern und Strasser ist der Norweger Henrik Kristoffersen. Im Vorjahr siegte in Adelboden der Schweizer Daniel Yule vor Kristoffersen und Marco Schwarz. Der Kärntner mischt im Disziplinweltcup als Fünfter (149 Punkte) hinter Feller (210), Kristoffersen 166, Straßer (153) und Zenhäusern (149) ebenso vorne mit. Auch für Schwarz wird es am Sonntag das vierte Rennen innerhalb von fünf Tagen. "Ich erwarte mir mehr als im Riesentorlauf, im Slalom habe ich mehr drauf. Da passt das Selbstvertrauen, da passt das Skifahren. Ein Sieg für uns wäre ein Traum, wir wären alle reif und werden alles geben."

(APA)

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