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Feldkircher Annenaltar im Belvedere

Der Feldkircher Annenaltar von Wolf Huber, ein Meisterwerk der Donauschule, ist ab Dienstag, für wenige Wochen in Wien zu sehen. Vom 28. Februar bis zum 2. April.

Die Österreichische Galerie Belvedere präsentiert den restaurierten Flügelaltar im Rahmen der Ausstellungsreihe „Bedeutende Kunstwerke: gefährdet – konserviert“ in Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt (BDA) bis 2. April im Museum für mittelalterliche Kunst im Unteren Belvedere.

Der Maler und Zeichner Wolf Huber (geboren um 1480-85 in Feldkirch, gestorben 1553 in Passau) ist einer der bedeutendsten Meister der Donauschule. Als sein Hauptwerk gilt der 1521 datierte ehemalige Annenaltar aus der Stadtpfarrkirche (heute Dom) zu Feldkirch (Vorarlberg), der in den BDA-Restaurier-Werkstätten unter der Leitung von Manfred Koller und Franz Höring nun aufwändig restauriert wurde. Die zehn Tafelgemälde dieses Flügelretabels, die erst 1953 als zusammengehörig erkannt wurden, zählen zu den Spitzenwerken der „altdeutschen“ Malerei des beginnenden 16. Jahrhunderts. Im späten 19. Jahrhundert wurden die Gemälde und Skulpturen des Annenretabels auf zwei neue historistische Altäre aufgeteilt und dabei die Skulpturen stark überfasst.

In der Ausstellung im Unteren Belvedere werden nun erstmals beide Hauptskulpturen und alle zum Annenaltar gehörigen Bildtafeln, mit freizugänglicher, gestalteter Rückseite der Schrein- und Predallatafeln, mit den neuesten Untersuchungsergebnissen und einer Plan-Rekonstruktion des ursprünglichen Retabels zusammengeführt. Dazu kommen weiters in Originalgröße gezeigte Infrarotaufnahmen der interessanten Pinselunterzeichnungen auf den Tafelgemälden Wolf Hubers.

Die Untersuchung und Konservierung bzw. Restaurierung der Bildtafeln, sowie der Reliefgruppe der Hl. Sippe und der Annenfigur erfolgte anlässlich einer Innenrestaurierung des Feldkircher Domes. Allein für die oben genannten Einzelwerke wurden über 500 Restauratorenstunden aufgewendet. Die Gesamtkosten der Konservierung der Altarausstattung betrugen 145.500 Euro, von denen 46.500 Euro vom BDA und der Rest von Pfarre und Diözese übernommen werden. Ein 48 Seiten umfassendes Katalogheft (8,80 Euro), das begleitend zur Ausstellung erscheint, geht auf die neuen Untersuchungen und restauratorischen Maßnahmen des Werkes ein.

www.belvedere.at

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