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Ein Abend zu Ehren des größten Vorarlberger Wissenschaftlers

Die informative Ausstellung vermittelt Einblicke in das Leben der Menschen und ihre Weltvorstellungen vor 500 Jahren.
Die informative Ausstellung vermittelt Einblicke in das Leben der Menschen und ihre Weltvorstellungen vor 500 Jahren. ©Helmut Köck
Die Stadt Feldkirch feierte am vergangenen Wochenende den 500. Geburtstag ihres berühmten Sohnes Georg Joachim Rheticus mit einer Reihe von Veranstaltungen.
Ein Abend im Zeichen des Georg Rheticus

 

Feldkirch. (koe) Bis auf den letzten Platz besetzt war der Festsaal im Palais Liechtenstein, viele Interessierte fanden gar keinen Platz mehr. „Er hat seiner Zeit und den Generationen nach ihm wichtige Impulse gegeben auf dem Weg in eine moderne Gesellschaft, Impulse in mathematischer, astronomischer und medizinischer Hinsicht”, so Landesrat Harald Sonderegger bei der Ausstellungseröffnung “…mehr Gelehrte als in Rom! Feldkirch und der Humanismus”.

Weltweite Bedeutung
Es war ein Jubiläum eines der bedeutendsten Wissenschaftler und Gelehrten Vorarlbergs, der auch weltweit von Bedeutung ist. Er gilt als der führende Mathematiker seiner Zeit. “Wir alle profitieren noch heute von Rheticus Arbeit. Damals wie heute sind Wissenschaft und Forschung wichtige Ressourcen und tragen in entscheidendem Maß dazu bei, den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolg eines Landes für die Zukunft zu sichern und weiter zu verbessern”, so der Kulturlandesrat weiter. Die Festrede hielt  Prof. Dr. Karl Heinz Burmeister, musikalisch untermalt wurde der feierliche Festakt vom Cello-Ensemble “Cello Pur“ der Musikschule Feldkirch. Nach der Eröffnung erhielten die Festgäste in der informativ aufgebauten Ausstellung einen Einblicke in das Leben der Menschen und ihre Weltvorstellungen vor 500 Jahren. Das anschließende  Programm war dann dicht gedrängt.

Mobile Sternwarte
Vor dem Veranstaltungsort war die mobile Sternwarte „Astromobile“ von Dr. Robert Seeberger aufgebaut und Interessierte konnten Objekte am Abendhimmel entdeckten. Beim anschließenden Vortrag referierte Seeberger über den Sternenhimmel zur Zeit des Rheticus, der Wegbereiter des heliozentrischen  Weltbildes war. Die Besucher erhielten anhand von Sternenkarten einen Einblick, wie der Himmel zu Rheticus Geburt ausgesehen hat. Es wurde offenkundig, um wie vieles prächtiger der Himmel damals war, da heute die zunehmende Lichtverschmutzung die meisten Sterne verschwinden lässt, da ihr schwacher Lichtschein von künstlichen Lichtquellen überblendet wird.

Betstuhl als “Mittagslinie”
Astronom Dr. Helmut Sonderegger führte interessierte Besucher zum Denkmal “Sonnenuhr” vor dem Dom. Er erläuterte die Bedeutung des Kunstprojekts Sonnenuhr, welches 2009 den Feldkircher Kulturpreis erhielt und vom Bildhauer Hanno Metzler aus Lingenau gestaltet wurde. Der Astronom stelle üblicherweise einen Stab auf, Rheticus nahm den Obelisk als Zeitzeiger. “In der ganzen Stadt gab es nur vier Plätze, wo die astronomischen Bedingungen erfüllt werden konnten, um ein solches Objekt in Erinnerung an den großen Feldkircher zu errichten”, so Sonderegger. Durch die kreuzförmige  Öffnung zeichnet sich ein heller Fleck auf der Stuhllehne als Schatten ab. Wenn der Schatten der Zeigerspitze (Gnomon) auf die markierte Linie fällt, ist es Mittag. Rheticus war mit Glauben und Theologie verbunden, und er kam durch seine Forschungen in Konflikt. Deswegen wurde es auch von der Dompfarre gut gefunden, dass sein Denkmal auf dem Domplatz stehen wird, und hier im Kleinen als Versöhnung mit Kopernikus und Galilei beitrage.

Podiumsdiskussion und Rheticusbar
Der bedeutendste Sohn Feldkirchs, Rheticus hat die Welt verändert: Wäre er nicht gewesen, hätte Nikolaus Kopernikus sein revolutionäres Hauptwerk über das neue, heliozentrische Weltbild weder vollendet noch veröffentlicht. Rheticus lässt die Sonne stehen, lässt die Sonne still stehen, das war damals eine ungeheure Feststellung. Nicht mehr der Mensch ist im Mittelpunkt mit seiner Erde, und die Sonne dreht sich um diese Erde, sondern die Sonne ist der Mittelpunkt und die Erde dreht sich. So durfte beim Geburtstagsfest eine Podiumsdiskussion zum Thema „Ohne Rheticus kännten wir keinen Kopernikus“ nicht fehlen. Mit am Podium diskutierten Prof. Dennis Danielson, Prof. Karl Heinz Burmeister, Prof. Harry Nussbaumer, Dr. Hans Günter Zekl, Dr. Jürgen Hamel und  Dr. Helmut Sonderegger unter der Moderation von Dr. Philipp Schöbi. Im stimmungsvoll beleuchteten  Innenhof des Palais Liechtenstein war die Rheticus Bar aufgebaut, welche eine gute Gelegenheit für Gespräche bot.

 

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