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Fehler im Schulatlas: Kosovo erscheint als eigener Staat

Während es auf dem internationalen Parkett noch keine Einigung über die Zukunft der südserbischen Provinz Kosovo gibt, ist die jüngste Auflage des Hölzel-Schulatlas für die fünfte bis achte Schulstufe bereits einen Schritt weiter: Dort erscheint der Kosovo als eigener Staat.

“Die Schrift ist etwas anders als bei den anderen Staaten – aber das sieht offenbar nur ein Experte”, meinte Verlagsleiter Lukas Birsak im APA-Gespräch. “Die optische Differenzierung ist leider misslungen.” Die Grenzen des Kosovo sind rot wie Staatsgrenzen – sie würden ja auch durch die NATO kontrolliert, argumentierte Birsak. “Aber natürlich ist der Kosovo kein eigener Staat. Und in den beiden anderen Atlanten unseres Verlags für die Hauptschule und die AHS-Unterstufe ist das auch richtig dargestellt.”

In der nächsten Auflage werde der Fehler behoben sein, “das werden wir extra noch einmal kontrollieren”, kündigte der Verlagsleiter an. In der Regel würden die Karten von einem Lektor überprüft, wenn es größere oder mehrere Veränderungen gebe, von einem zweiten Fachmann – möglichst von dem, der die Karte entworfen hat. Das sei vor allem bei Wirtschaftskarten der Fall.

Derzeit laufen Direktverhandlungen zwischen Belgrad und Pristina über den künftigen völkerrechtlichen Status der seit 1999 von der UNO (UNMIK) verwalteten südserbischen Provinz. Während für Pristina einzig die Unabhängigkeit infrage kommt, kämpft Belgrad gegen den Verlust des Kosovo und bietet den Kosovo-Albanern eine weitgehende Autonomie.

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