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Fehlende Arbeitsbewilligungen

Die Diskussion um fehlende Arbeitsbewillungen für Nicht-EU-Ausländer im heimischen Fußball geht nach dem Besuch der Fremdenpolizei in der Südstadt munter weiter.

Am Freitag meldete sich zu diesem Thema auch Hans Grill, der Präsident von SW Bregenz, ebenso lautstark wie verärgert zu Wort. „Wir werden als kleinster Verein der Liga benachteiligt, es wird mit zweierlei Maß gemessen“, polterte am Freitag der Vorarlberger, dessen Mannschaft am Mittwoch in der Südstadt gegen Admira 0:3 verloren hatte.

Die Niederösterreicher hätten Fehler begangen, daher wird er den Fall in der nächsten Sitzung der Bundesliga zur Sprache bringen und Aufklärung der Hintergründe fordern. „Ich glaube nicht, dass das Spiel 3:0 für uns strafverifiziert wird. Das wird nicht sein, weil die Herren sicher wieder einen Ausweg finden werden“, sagt Grill zur APA. Der aktuelle Tabellenletzte der T-Mobile-Bundesliga hat laut dem Klubchef z.B. den Slowenen Sasa Jakomin ohne Arbeitsbewilligung nicht einmal in einem Testspiel einsetzen dürfen.

Die Vereinigung der Fußballer (VdF), welche die jetzige Diskussionen ausgelöst hat, bleibt in Sachen Nicht-EU-Ausländer und Arbeitsbewilligungen am Ball. Sie fühlt sich gegenüber ihren Mitgliedern verpflichtet. Denn Fußballer, die in einer Startphase der Meisterschaft ohne gültige Arbeitsbewilligung trainieren oder spielen, seien auch nicht sozialversichert. „Passiert einem neuen Legionär etwa ein Beinbruch, genießt er nicht den geringsten gesetzlichen Schutz“, heißt es in einer Presseaussendung.

Der VdF-Vorsitzende Gernot Zirngast kann unter diesem Aspekt nicht nachvollziehen, warum die Spielergewerkschaft nun bezichtigt werde, ein „Gentlemen Agreement“ gebrochen zu haben. „Ich verstehe die Aufregung nicht. Wir lassen uns sicher nicht zum Sündenbock machen, nur weil wir einen Missstand aufzeigen. Es ist von den Vereinen unverantwortlich, Spieler ohne entsprechenden gesetzlichen Versicherungsschutz einzusetzen.“ Man wolle in keiner Weise einen Verein denunzieren oder an ihm ein Exempel statuieren.

Die Problematik, die auf Grund des Auslaufens des Erlasses zur Beschäftigung von Spielern aus Nicht-EU-Ländern und dem damit verbundenen Wegfall sämtlicher Erleichterungen entstanden war, sei schon seit längerem bekannt gewesen. „Wir haben die Bundesliga-Vereine bereits Anfang Juni in einem Rundschreiben auf die veränderte Situation und mögliche Konsequenzen aufmerksam gemacht“, so Zirngast. Ein Brief ging auch an Bundesliga-Präsident Frank Stronach persönlich.

Die VdF sehe sich als fairer Partner der Vereine und arbeite für den Fußball im Allgemeinen sowie für die Fußballer im Besonderen, und zwar als überparteiliche Plattform zum wohle des Fußballs. Sie fordert daher auch schon seit langem ein Sportgesetz, einen Kollektivvertrag und saubere Verträge. Persönliche Eitelkeiten von Vereinsfunktionären, die den Fußball nur als Bühne zur Selbstdarstellung missbrauchten, dürften in Österreich keinen Platz mehr haben, wird in der Aussendung erklärt.

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