Federer verteidigt US-Open-Titel

Roger Federer hat seinen Titel bei den US Open verteidigt - allerdings mit mehr Mühe als erwartet. Der Tennisprofi aus der Schweiz bezwang am Sonntag in New York Andre Agassi in 2:20 Stunden mit 6:3,2:6,7:6,6:2. 

Roger Federer hat in einem mitreißenden Endspiel das Finale der US Open 2005 gegen Andre Agassi und damit seinen sechsten Grand-Slam-Titel gewonnen. In einem lange extrem spannenden Finale siegte der Titelverteidiger aus der Schweiz in New York nach 2:20 Stunden mit 6:3,2:6,7:6,6:1 und sicherte sich 1,1 Mio. Dollar Preisgeld. Es war der insgesamt 32. Turniersieg für den Weltranglisten-Ersten Federer. “Roger ist der Beste, gegen den ich jemals gespielt habe. Er macht Sachen, die andere nicht können”, zeigte sich Agassi, der in 20 Jahren seiner Karriere acht Grand-Slam-Turniere – darunter zwei Mal die US Open – gewonnen hat, als großer Verlierer.

Das Match gegen den elf Jahre jüngeren Federer, das bis zum Tiebreak des dritten Satzes auf des Messers Schneide stand, bewies, dass Agassi so fit ist wie nie. Mit aggressiven Schlägen verwickelte der Altmeister den Eidgenossen trotz dreier vorangegangener Fünfsatz-Partien in ein Hochgeschwindigkeits-Duell. Federer agierte zu defensiv und stand im dritten Satz bei 2:4 und 0:30 sogar am Rande einer Niederlage. Geschafft hatte es Federer mit dem Gewinn des Tiebreak, denn danach gab es kaum noch Gegenwehr von Agassi.

Erster Titel im fünften Anlauf
Kim Clijsters hat den Einzeltitel bei den Damen und damit im fünften Anlauf den ersten Grand-Slam-Titel. Die Belgierin bezwang im Finale Mary Pierce mit 6:3, 6:1. Mit 2,2 Millionen Dollar (1,77 Mio. Euro) erhielt Clijsters die höchste Gage in der Geschichte des Frauen-Sports. Während der 65-minütigen einseitigen Partie war ihr Pierce keine echte Gegnerin. Die Tennis-Diva wirkte noch gezeichnet von den Anstrengungen des Vortages, als sie Jelena Dementjewa nach drei Sätzen und mitunter dank eines 12-minütigen Mega-Timeouts bezwungen hatte. Den rechten Oberschenkel erneut bandagiert, war sie oftmals einen Schritt zu spät. “Kim, du warst heute einfach zu gut für mich”, meinte sie nach der Partie. Schnell, trickreich und topfit bestimmte Clijsters das Finale nach Belieben. Seit ihrem Comeback im Februar hat sie den Turbo eingelegt und wird nach ihrem siebenten Turniersieg des Jahres ab Montag als Weltranglisten-Dritte geführt. Mit 55:6 hat sie die klar beste Match-Bilanz auf der Tour. Clijsters hatte ihre ersten vier großen Endspiele verloren und war schon lange als nervenschwach abgestempelt worden. Diesmal hielten aber die Nerven. Im Halbfinale ließ sie sich nicht davon beirren, dass sie im zweiten Satz gegen Maria Scharapowa fünf Matchbälle nicht verwertet hatte, im Endspiel feierte sie schließlich ihren 24. Sieg in 25 Spielen.

Link zum Thema:
US Open 2005

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