Federer und Scharapowa souverän

Scharapowa besiegte die Deutsche Schruff, Federer schlug Santoro. Aus österreichischer Sicht sind die US Open nun auch im Herren-Doppel beendet: Jürgen Melzer und Julian Knowle gescheitert.

Die topgesetzten Spieler bei den mit 17,75 Millionen Dollar dotierten US Open in New York haben am Freitag ohne Satzverlust die nächste Runde erreicht: Roger Federer hatte gegen Melzer-Bezwinger Fabrice Santoro beim 7:5,7:5,7:6(2) allerdings doch einige Mühe, Maria Scharapowa besiegte die Deutsche Julia Schruff 6:2,6:4. Prominentestes Opfer war der als Nummer sechs gesetzte Russe Nikolaj Dawidenko, der sich Paradorn Srichaphan (THA) glatt geschlagen geben musste.

„Ich spiele immer wieder gerne gegen ihn“, sagte Federer, der Santoro auf dem Weg zu seinem Titel im Vorjahr bezwungen hatte. Die Partie riss das Publikum mit. „Die Zuschauer gehen selten so mit wie heute. Ich habe gewusst, dass es auf Grund unserer Spiel-Stile ein tolles Match werden kann.“ Santoro war trotz der Niederlage zufrieden: „Ich kann nicht besser spielen. Ich war so glücklich, dass ich im dritten Satz ein Tiebreak spielen konnte, aber dann stand es nach zwei Minuten schon 6:0 für ihn.“ Federer trifft in Runde drei nun auf Olivier Rochus (BEL-27).

Die Damen sind mit ihrem Turnier schon weiter: Scharapowa qualifizierte sich bereits für das Achtelfinale, in dem sie überraschend auf Sania Mirza trifft. Die 18-Jährige ist die erste Inderin überhaupt in einem Grand-Slam-Achtelfinale. Sie hat schon Erfahrung mit prominenten Gegnerinnen, hatte sie doch schon bei den Australian Open überraschend die dritte Runde erreicht und dort erst gegen Serena Williams verloren.

Mirza, deren Erfolge eine Milliarde Landsleute verfolgen, denkt noch nicht ihre bereits jetzt große Popularität. „Ich denke nicht jedes Mal, wenn ich auf den Platz trete, dass eine Inderin dies oder das noch nie geschafft hat“, sagte sie. Kritik musste sie aber auch schon einstecken, weil sie für eine Muslimin recht viel nacktes Fleisch zeigt. „Ich ziehe mich nicht an wie in islamischen Staaten, aber wir machen alle Fehler und darum kennt der Islam auch Vergebung. Kein Moslem ist perfekt und kein Mensch ist perfekt.“

Perfekt aus Sicht der Veranstalter ist freilich die Achtelfinal-Paarung der Damen zwischen Venus und Serena Williams. Zum 15. Mal kommt es zum „Sister Act“, Serena führt das Head-to-Head mit 8:6 an. Zuletzt hat allerdings Venus in Miami in diesem Jahr mit 6:1,7:6 die Oberhand behalten. Serena beschrieb es als „extrem enttäuschend“ schon so früh gegen ihre Schwester spielen zu müssen. Venus scheint sich aber zu freuen, schrie sie doch nach ihrem Sieg über Daniela Hantuchova ins Publikum: „Leute, seid ihr bereit für die Williams-Sisters? Wir sehen Euch am Sonntag.“

Aus österreichischer Sicht sind die US Open nun auch im Herren-Doppel beendet: Nach dem „Salto Nullo“ in den Einzelbewerben mussten sich Julian Knowle/Jürgen Melzer am Freitag nach dem Sieg über die als Nummer sechs gesetzten Franzosen Michael Llodra/Fabrice Santoro in Runde zwei geschlagen geben. Die zwei derzeit besten ÖTV-Doppelspieler unterlagen Jan Hernych/Vince Spadea (CZE/USA) knapp mit 6:7(2),6:4,5:7.

Für Knowle bedeutet dies zum zweiten Mal in Folge eine knappe US-Open-Zweitrundenniederlage: Im Vorjahr hatte er an der Seite von Nenad Zimonjic gegen Gonzalez/Massu im Tiebreak des dritten Satzes das Nachsehen gehabt. Nach dem Viertelfinale bei den French Open und dem Achtelfinale in Wimbledon war es das bisher schlechteste Resultat der rein-österreichischen Paarung.

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