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Federer ist Paris-Favorit

Prognosen vor Beginn eines Grand-Slam-Turniers bergen immer gewisse Risiken: Doch der Topfavorit der am Montag beginnenden French Open bei den Herren heißt eindeutig Roger Federer.

Der Schweizer Weltranglisten-Erste, der heuer auch schon den Titel bei den Australian Open geholt hat, hat zuletzt die 31 Matches währende Sieges-Serie von Guillermo Coria auf Sand gestoppt. Im Finale von Hamburg rang er den Argentinier in vier Sätzen nieder. Coria und auch Carlos Moya, der sich besser fühlt als bei seinem Titel 1998, sind seine schärfsten Herausforderer. Federer, in Runde eins gegen einen Qualifikanten, bemüht sich seine Titelanwartschaft herunterzuspielen. Kein Wunder, dass er vorsichtig ist, immerhin hat der erste männliche Grand-Slam-Sieger aus der Schweiz 2002 und 2003 in Roland Garros jeweils in Runde eins verloren. Ob die US-Amerikaner Andy Roddick und der sentimentale Favorit Andre Agassi bei seinem möglicherweise letzten Antreten an der Seine reüssieren können, ist fraglich.

Bei den Damen hat Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne heuer nur vier Matches auf Sand in den Beinen, sie war zuletzt wegen einer Viruserkrankung außer Gefecht und spricht mehr davon, dass sie froh ist, überhaupt dabei zu sein. „Ich bin nicht die Favoritin. Ich sehe wie jeder andere, dass sich Amelie Mauresmo sehr gut schlägt.” Die 24-jährige Französin ist die große Hoffnung der Veranstalter auf den ersehnten Titel einer Lokalmatadorin, zuletzt war es Mary Pierce im Jahr 2000. Bei den Herren wartet Frankreich schon seit 1983 (Yannick Noah) auf einen Sieg. Von den US-Amerikanerinnen ist Serena Williams die größte Hoffnung.

Ein schweres Los haben Österreichs Tennis-Asse für die am Montag beginnenden French Open erhalten: Stefan Koubek trifft auf den starken Spanier David Sanchez, Barbara Schwartz auf die Nummer 18 des Turniers, die Russin Maria Scharapowa. Für die heimischen Nummern eins wird es in Runde zwei schwer: Jürgen Melzer hat in Runde eins Wayne Ferreira zum Gegner, danach blüht ihm aber ein Duell mit Lleyton Hewitt (AUS-12). Und Schett hätte es nach einer Qualifikantin wohl mit der starken Russin Swetlana Kusnezowa (RUS-11) zu tun.

Link zum Thema:
French Open 2004

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