WM-Favoriten Finnland und Kanada mit Auftaktsiegen

Das US-Team startete mit einem Sieg ins WM-Turnier
Das US-Team startete mit einem Sieg ins WM-Turnier ©APA/Lehtikuva
Olympiasieger Finnland und Weltmeister Kanada sind am Freitag mit Erfolgen in die Eishockey-Weltmeisterschaft gestartet. Gastgeber Finnland gewann in der Österreich-Gruppe B in Tampere gegen Norwegen mit 5:0 (1:0,2:0,2:0), Kanada siegte in Helsinki gegen Deutschland 5:3 (2:0,3:1,0:2). Auch die USA und die Slowakei feierten Favoritensiege. Das US-Team besiegte Lettland sicher mit 4:1 (3:0,1:0,0:1), die Slowakei mühte sich gegen Aufsteiger Frankreich zu einem 4:2 (1:0,2:2,1:0).

Achtmal wurden schon Weltmeisterschaften in Finnland ausgetragen, aber noch nie schafften die Gastgeber dabei eine Medaille. Mit 17 Olympiasiegern von Peking wollen die Finnen heuer den "Heimfluch" beenden. Der Start gelang, auch wenn sich die Norweger nach der offiziellen Eröffnung mit einer rockigen Version der Nationalhymne zunächst als harte Nuss erwiesen.

In einem ausgeglichenen ersten Drittel brach Harri Pesonen den Bann (19.). Nach einer halben Stunde wurde das finnische Spiel druckvoll, Toni Rajala (32.) und Hannes Björninen (37.), Gold-Torschütze im Olympia-Finale, münzten die Überlegenheit in Tore um. Joel Armia (42./PP) und Jere Sallinen (58.) legten vor 11.700 Zuschauern im Schlussdrittel nach.

Auch der zweite Topfavorit Kanada feierte einen Sieg. Der nur mit NHL-Spielern angereiste Titelverteidiger ging durch Cole Sillinger (9.), Sohn des ehemaligen Wien-Legionärs Mike Sillinger, und Pierre-Luc Dubois (18.) mit 2:0 in die erste Pause. Nach dem Anschlusstreffer der Deutschen durch Marc Michaelis (28.) zogen die Kanadier mit zwei Powerplay-Treffern von Dubois (32.) und Kent Johnson (34.) sowie Noah Gregor (38.) entscheidend davon. Matthias Plachta (42.) und Moritz Seider in doppelter Überzahl (53.) ließen das DEB-Team nochmals hoffen.

Das US-Team dämpfte in Tampere mit einer 3:0-Führung nach zwölf Minuten die Hoffnungen der Letten auf eine Überraschung schnell. Riley Barber (8.), Kapitän Seth Jones im Powerplay (11.) und Thomas Bordeleau (12.), der in Unterzahl NHL-Torhüter Elvis Merzlikins schlecht aussehen ließ, sorgten früh für klare Verhältnisse. Sam Lafferty erhöhte nach 33 Sekunden im Mitteldrittel auf 4:0.

Zu Beginn des Schlussabschnitts durften endlich auch die lettischen Fans jubeln. Andris Dzerins von den Black Wings Linz, der mit Renars Krastenbergs (VSV) in einer Linie spielte, erzielte im Powerplay den Ehrentreffer (42.).

Die Slowakei lag durch Tore von Pavol Regenda (11.) und Tomas Tatar (22./PP), dem einzigen NHL-Spieler im Kader, mit 2:0 voran. Die Franzosen, die statt der von der WM ausgeschlossenen Russen dabei sind, schafften dank Anthony Rech (27.) und Jordan Perret (33.) den Gleichstand. Samuel Takac (39.) und Regenda mit einem Treffer in den Schlusssekunden ins leere Tor brachten den Slowaken aber noch drei Punkte.

(APA)

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