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Faszination Bahn und Rhein

Das Team vom Verein Rhein-Schauen kennt keine Altersgrenzen - wichtigste Voraussetzung ist einfach Spaß, Freude und Interesse.
Das Team vom Verein Rhein-Schauen kennt keine Altersgrenzen - wichtigste Voraussetzung ist einfach Spaß, Freude und Interesse. ©cth
Faszination Bahn und Rhein

Der Verein Rhein-Schauen sorgt für eine außergewöhnliche touristische Bereicherung im Land.

Lustenau/Mäder. Langeweile kommt beim Verein Rhein-Schauen niemals auf, denn es gibt immer etwas zu tun. Davon kann auch Herbert Pippan ein Lied singen. Der siebzigjährige Lustenauer ist Mitglied seit den Anfängen und so etwas wie der gute Geist beim Verein. “Es gibt hier ständig neue Herausforderungen und wer bei Rhein-Schauen dabei ist, den erwartet vor allem Abwechslung”, erklärt der rüstige Pensionist. Sei es bei der Fischbetreuung, diverse Reparaturarbeiten an einer Bahn, Rasenmähen oder der Aufbau von neuen Ausstellungen im Museum – Tatkraft und Engagement sind immer gefragt. “Auf unseren Herbert ist stets Verlass und wir sind sehr stolz auf ein zuverlässiges Mitglieder- und Mitarbeiterteam”, erklärt Dr. Gerda Leipold, die gleichzeitig das Museum Rhein-Schauen leitet. Der gleichnamige Verein dazu wurde bereits im Jahre 1992 von Mitarbeitern der Rheinregulierung, Eisenbahnfreunden aus der Schweiz und unter anderem von Dieter Alge, Jürgen Zimmermann, dem langjährigen Hohentwiel Kapitän Reinhard Kloser, Klaus Henninger und Hildebert Ender gegründet. Anlass für die Gründung war die Restaurierung der Dampflok “Liesl”, die damals wieder betriebsfähig und auf die Schienen gebracht wurde. Seither hat sich beim Verein einiges getan – nicht nur in Sachen Mitgliedern, sondern vor allem auch die vielen Aufgaben, die es täglich zu bewältigen gilt, sowie ein breites Spektrum an Angeboten (Ausstellungen, Nikolausfahrt, Führungen, Bähnlesonntag etc.), die organisiert werden müssen. Jährlich lockt Rhein-Schauen zig Besucher aus dem In- und Ausland nach Lustenau und zeichnet sich vor allem durch Familienfreundlichkeit aus. “Man ist sehr bedacht auch schon den jüngsten Besuchern die Faszination Rhein und Bahnfahrt auf anschauliche Art näherzubringen”, so Gerda Leipold. Ein Meilenstein bildete die Museumseröffnung 1997 in Lustenau, sowie der Gleisanschluss 2009, der schließlich ein neues Vereinszentrum in Mäder entstehen ließ. “Unser Verein setzt sich dafür ein, das historische Jahrhundertbauwerk, die Rheinregulierung im Bewusstsein der Bevölkerung durch das Museum und die Bahn zu erhalten. Gearbeitet wird dabei grenzüberschreitend, denn viele unserer Mitglieder stammen aus der Schweiz”, so Dr. Leipold. Apropos Mitglieder. Die wichtigste Voraussetzung für ein Neumitglied ist vor allem Interesse an der Sache und Offenheit gegenüber dem Mitmenschen, was sich beim geselligen Vereinsleben und der locker-lustigen Atmosphäre im Team widerspiegelt. Ehrenamtliche Mitarbeiter sind immer willkommen, ob beim Fahrbetrieb, Werkstattbetrieb, beim Rheinbähnle oder in der Ausstellungsbetreuung. “Wir würden uns in Zukunft auch sehr über Neuankömmlinge freuen, die ein bisschen Zeit mitbringen und die ein oder andere Geschichte aus früheren Zeiten über den Rhein parat haben”, meint Obmann DI Leo Kalt. So sehr man sich also auch über “älteren Nachwuchs” freuen würde, so sehr ist man gleichzeitig darauf bedacht, künftig nicht nur Museums- und Bahnbegeisterte anzusprechen, sondern sich weiter zu modernisieren und auch Naturliebhaber mit “in die Bahn zu holen”. “Schließlich ist und bleibt der Rhein aktuell”, resümiert Gerda Leipold.

Kontakt: Rhein-Schauen. Museum und Rheinbähnle, Höchster Straße 4, A-6893 Lustenau, T 0043 5577 20539, Fax DW 18.
Bürozeiten: Di. bis Do. 8.00 bis 11.00 Uhr, office@rheinschauen.at

Daten und Fakten Verein Rhein-Schauen
1992 gegründet
1997 eröffnet das Museum Rheinschauen
200 Mitglieder zählt der Verein (davon 12 Gemeinden aus der CH, 12 Gemeinden aus Österreich)
Aktueller Obmann Leo Kalt

Umfrage: Was begeistert Sie bei der Arbeit beim Verein Rhein-Schauen?

Herbert Pippan, 70 Jahre, Lustenau:
Ich habe ursprünglich bei der Rheinregulierung gearbeitet und bin so dazu gekommen. Für mich ist es einfach eine tolle Aufgabe abseits des Familienlebens, die stets Abwechslung und ein geselliges Miteinander bietet.

Fabian Weiß, 22 Jahre, Lustenau:
Durch eine Annonce habe ich Rhein-Schauen entdeckt und bin nun sehr gerne dabei. Man muss schon ein wahrer Allrounder sein, aber gerade das macht so viel Spaß. Die Aufgaben reichen vom Bahnbegleiter bis zum Museumsführer.

Dr. Gerda Leipold, 50 Jahre, Höchst:
Mir macht neben dem Beruf als Museumsführerin vor allem die vielen Vereinsaktivitäten Freude. Ich habe große Hochachtung vor dem Engagement der anderen und mich fasziniert die Vielseitigkeit des Themas Rhein.

Hinweis: Der Verein würde sich sehr über Freiwillige freuen, die bei Führungen vielleicht auch die ein oder andere Geschichte aus alten Zeiten rund um den Alten Rhein zu erzählen haben.

Veranstaltungstipp:
4. September 2011 “Bähnlesonntag”
Beginn: 11.00 Uhr beim Museum Rhein-Schauen
Es werden wieder 30 Triebfahrzeuge unterwegs sein. Die Besucher erwartet eine spektakuläre Bähnleshow. Für musikalische Umrahmung sorgt der MV Koblach.

Höchster Straße 4,6890 Lustenau, Austria

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