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Familienverband fordert höhere Steuer-Absetzbeträge

Schwarzach - Der Vorarlberger Familienverband begrüßt das Bekenntnis der Experten bei der nächsten Steuerreform Familien zu entlasten und fordert: Neben der Anzahl der zu versorgenden Kinder muss auch Betreuungstätigkeit für pflegende Angehörige steuerlich berücksichtigt werden.

“Wenn es um staatliche Unterstützungen wie Sozialhilfe, Notstandshilfe, Zuschuss zum Kinderbetreuungsgeld, Schülerbeihilfe oder Studienbeihilfe geht, wird stets gefragt, wie viel Personen von welchem Einkommen leben müssen“, sagt Martin Hefel, Obmann des Vorarlberger Familienverbandes. “Als Familienlobbyist fordere ich deutlich höhere Steuer-Absetzbeträge für Kinder und die Berücksichtigung der Pflegetätigkeit.”

Für einen Alleinverdiener mit zwei unterhaltspflichtigen Kindern reduziert sich die Steuer derzeit um 669 Euro; sind drei Kinder zu versorgen beträgt die Steuerentlastung 889 Euro pro Jahr. „Diese Beträge sind viel zu gering”, sagt Hefel und fordert nach dem Motto: “Existenzrecht vor Steuerrecht” ein steuerfreies Existenzminimum für jedes Familienmitglied. Deshalb müssten diese Absetzbeträge beim derzeitigen Eingangssteuersatz von 38,33% auf ca. 1.306,- Euro erhöht werden.

Der Vorarlberger Familienverband lehnt das steuerfreie Existenzminimum über Freibeträge ab, weil sich damit die Bemessungsgrundlage für die Steuer reduziert und dadurch Besserverdienende mehr profitieren. Der Vorteil eines steuerfreien Existenzminimums mittels Absetzbeträge: Es ist keine Systemumstellung notwendig; die Individualbesteuerung kann beibehalten werden.

Das Bekenntnis, Familien bei der nächsten Steuerreform zu entlasten, heißt für den Familienverband auch, Betreuungsleistungen steuerlich stärker zu berücksichtigen. “Es wird immer Fälle geben, bei denen es nahezu unmöglich ist, dass beide Partner erwerbstätig sind”, sagt Hefel. Etwa dann, wenn mehrere Kinder zu betreuen und zu versorgen sind oder wenn sich Eltern dafür entscheiden, das behinderte Kind oder den pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause zu betreuen. „Wir wissen, dass institutionelle Betreuung – egal ob bei pflegebedürftigen Kindern oder pflegebedürftigen älteren Menschen – um ein Vielfaches teuer ist als die Betreuung innerhalb der Familie“, sagt der Obmann des Vorarlberger Familienverbandes. “Verzichtet eine Person auf die Erwerbsarbeit und entscheidet sie sich für die Betreuung zu Hause, muss es für diese Pflegetätigkeit zumindest eine gewisse Zeit lang eine deutliche Steuerentlastung geben.”

Quelle: Aussendung Vorarlberger Familienverband

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