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Familienvater missbraucht zehn Kinder

Feldkirch - Einer der schlimmsten Missbrauchsprozesse am Landesgericht Feldkirch endete gestern mit einer achtjährigen Freiheitsstrafe.

Der einstige leitende Angestellte, selbst verheiratet und Vater zweier Kinder, hatte in einem Tatzeitraum von zehn Jahren zehn Kinder im Alter zwischen acht und 12 Jahren schwerstens missbraucht. Einen Buben sogar vergewaltigt.

50 Übergriffe

Aufgeflogen ist der Fall durch eines der mittlerweile erwachsenen Opfer. Er zeigte den 46-Jährigen an. Die anschließenden Ermittlungen brachten neun weitere Fälle ans Tageslicht. Der Mann selbst bezeichnet sich als homosexuell mit pädophiler Neigung, seit 1998 ließ er seinen sexuellen Wünschen freien Lauf und zwang kleine Buben, diese zu erfüllen. Einer der Buben musste über Jahre hinweg über 50 sexuelle Übergriffe des Kinderschänders über sich ergehen lassen, auch vergewaltigt wurde das Kind. Der Perverse zeigte sich streckenweise geständig, teilweise tat er die Beschuldigungen mit dem Kommentar „Nur blödes Gerede!“ ab.

Fast die Höchststrafe

Seit einem halben Jahr sitzt er in U-Haft. Mit acht Jahren Haft, schöpfte der Senat beinahe das Maximum aus. Mildernd musste das teilweise Geständnis und die bisherige Unbescholtenheit berücksichtigt werden. An Schmerzengeld wurden den Opfern in Summe rund 10.000 Euro zugesprochen. Sehen werden sie das Geld wohl nie, der Mann ist in Konkurs. Auch an zwei kleinen Mädchen vergriff sich der Pädophile, doch vornehmlich waren kleine Buben das Opfer des Feldkirchers. Zwei der Opfer lernte er als Eishockey-Betreuer in der Lustenauer Eishalle kennen. In Lustenau verging sich der Mann dann auch an den zwei Kindern. Zwei Buben waren Patenkinder des Angeklagten, auch sie wurden Opfer seiner perversen Neigungen. Und auch sein Neffe musste erfahren, dass sein Onkel ein böser Onkel ist. „Er hat nie Gewalt angewendet und sich von selbst seit dem Jahr 2003 aus diesem negativen Beziehungsgeflecht selbst herausgenommen“, versucht die Verteidigung die Vorwürfe zu relativieren.

Verängstigt

Besonders betroffen von den sexuellen Übergriffen war ein kleiner Junge, der zwei Wochen lang bei dem Angeklagten wohnte. Der Bub lebte vorübergehend bei dem Feldkircher, weil es im Elternhaus des Kindes drunter und drüber ging. Der Kleine sollte bei dem sozial Unauffälligen zur Ruhe kommen, bis die Situation zuhause geklärt war. Doch auch ihn missbrauchte der Pädophile. Falls er rede, werde auch er ihn auf die Straße setzen, zwang er den Verängstigten zu schweigen. Das Urteil – acht Jahre Haft – ist nicht rechtskräftig.

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