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Familiendrama: Opfer wollte Beziehung angeblich beenden

Nüziders, Bregenz – Der gewaltsame Tod von Jasmin W. in Nüziders entwickelt sich immer mehr zum Krimi. War die Polizei beim Auffinden des 27-jährigen Opfers noch außergewöhnlich auskunftsfreudig, wurde jetzt offensichtlich ein Maulkorb erlassen.
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„Dazu können wir aus ermittlungstaktischen Gründen leider nichts sagen“, ist die Standard-Antwort von Mordermittler Peter Stadler. Dennoch werden bei VN-Recherchen immer mehr Details rund um das Tötungsdelikt bekannt.

Tat um Mitternacht

Wie berichtet, soll der Maurer Michael W. seine Gattin im Zuge eines Streits getötet haben. Zum Tatzeitpunkt war auch der fünfjährige Sohn des Opfers in der Dachwohnung des Mehrfamilienhauses anwesend. Was genau Elias alles mitbekommen hat, bleibt allerdings weiter unklar. Zu traumatisiert ist der Kleine. Er wird von seiner Familie betreut, die Jugendwohlfahrt ist außerdem eingeschaltet. Auch der leibliche Vater von Elias ist involviert.

Die Kriminalisten ermitteln unterdessen weiter auf Hochtouren. „Die Obduktion hat verwertbare Hinweise gebracht“, berichtet Stadler. Details verrät er keine. Gemeint dürfte aber sein, dass der angenommene Tatzeitpunkt um Mitternacht bestätigt werden konnte. Zumal Nachbarn bei Befragungen ausgesagt hatten, „dass es am Abend einen heftigen Streit gab und um Mitternacht plötzlich Ruhe herrschte“.

Wann sich Michael W. dann die Stichverletzungen selbst zugefügt hat und was zwischen dem Tatzeitpunkt um Mitternacht und dem Polizeieinsatz am nächsten Morgen alles passiert ist, bleibt weiter rätselhaft. Die Polizei wertet derzeit noch sichergestellte Spuren aus. Auch der Computer des mutmaßlichen Täters wurde beschlagnahmt.

Ehe am Ende

Die Ermittler setzen das Puzzle der Todesnacht Stück für Stück zusammen. Auch der mutmaßliche Täter konnte gestern erstmals einvernommen werden, wie Peter Stadler im VN-Gespräch bestätigt. Unterdessen gehen im persönlichen Umfeld des Opfers die Wogen hoch. Mit ein Grund, warum die Polizei nicht sagt, wo sich Michael W. derzeit befindet. „Ein üblicher Vorgang. Damit wollen wir vermeiden, dass es zu Problemen mit Angehörigen kommen könnte“, wie Stadler schon am Montag erklärte.

Die Angehörigen sind sich indessen sicher: Jasmin W. könnte noch leben, wenn man die Anzeichen für eine Beziehungstat wahrgenommen hätte. So soll Michael W. erst kürzlich vor Zeugen gesagt haben, „dass etwas passiert“, wenn ihn seine Gattin verlassen sollte. Auch diese Aussagen kann und will Ermittler Stadler nicht bestätigen. „Aber auch nicht dementieren. Ich sage inhaltlich nichts mehr zu dem Fall.“

VN

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