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Familien der MAX-Opfer wollen Aufhebung der Boeing-Immunität

Schuhe der Oper eines abgestürzten 737-MAX-Flugzeugs
Schuhe der Oper eines abgestürzten 737-MAX-Flugzeugs ©APA/AFP
Angehörige von Passagieren, die bei zwei Abstürzen der Boeing 737 MAX ums Leben gekommen sind, haben die Anwälte des US-Justizministeriums aufgefordert, die Immunität von Boeing vor strafrechtlicher Verfolgung aufzuheben. Die US-Regierung habe "gelogen und ihre Rechte durch ein geheimes Abkommen verletzt", argumentierten die Familien und ihre Anwälte am Freitag bei einem Treffen.

Die Immunität von Boeing vor strafrechtlicher Verfolgung war Teil eines 2,5-Milliarden-Dollar-Vergleichs aus dem Jahr 2021, das auch eine Entschädigung der Opfer in Höhe von 500 Millionen Dollar vorsieht. Sowohl Boeing als auch das Justizministerium lehnen eine Wiederaufnahme des Abkommens über den Aufschub der Strafverfolgung ab. Das Justizministerium sagte in der Gerichtsakte, dass es sich einer Anklageerhebung gegen Boeing nicht widersetze, sich aber gegen eine Rückgängigmachung der Vereinbarung ausspreche, da dies "den Parteien und den vielen Opfern, die eine Entschädigung erhalten haben, große Belastungen auferlegen würde".

Ein US-Bezirksrichter in Texas hatte letzten Monat entschieden, dass Menschen, die bei den zwei Boeing 737 MAX-Abstürzen ums Leben gekommen sind, rechtlich als "Verbrechensopfer" gelten und sagte, er werde entscheiden, welche Entschädigung auferlegt werden sollte. Innerhalb weniger Monate waren im Oktober 2018 und März 2019 zwei Maschinen des Typs Boeing MAX 737, betrieben von Lion Air und Ethiopian Airlines, abgestürzt und forderten 346 Menschenleben.

(APA/Reuters)

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