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Falschgeld-Alarm in Vorarlberg

Die Falschgeldfunde in Vorarlberg haben sich seit 2003 vervierfacht. Das Bundeskriminalamt warnt: Gerade auf Adventmärkten und bei Christbaumhändlern schlagen Geldfälscher häufig zu. 

Bei der Euro-Einführung hieß es, die neue Währung sei fälschungssicher. Doch die illegalen Gelddrucker haben zwischenzeitlich dazugelernt. „Das Papier, der Druck, die Farben – alles ist professioneller geworden“, sagt Erich Zwettler vom Bundeskriminalamt (BKA). Vorarlberg hält aktuell bei einem Plus an Falschgeldfällen von 336 Prozent – Rekord.

Zwei-Euro-Münzen

Dabei sind geschätzte 60 Prozent des Falschgeldaufkommens im Land Münzen. „Das liegt daran, dass die Nationalbank seit Anfang 2004 in Bregenz Münzen aus ganz Österreich zählt und dabei eben auch Falschgeld entdeckt“, heißt es bei der Gendarmerie. „In der freien Wildbahn“ seien falsche Münzen dagegen seltener. Für Laien seien gefälschte Zwei-Euro-Stücke ohnehin kaum vom Original zu unterscheiden.

Bis Falschgeld bemerkt wird, ist der Täter meist über alle Berge. „Normalerweise merkt erst die Bank, dass verdächtige Noten dabei sind“, so Falschgeld-Experte Helmut Napetschnig von der Bregenzer Kripo auf „VN“-Anfrage. Und so häufen sich die Anzeigen gegen Unbekannt, den Ermittlern sind die Hände gebunden. Die Aufklärungsquoten sind demzufolge minimal: 6,2 Prozent aller Fälle wurden heuer geklärt, 3,9 Prozent waren es 2003. „Derzeit sind bei großen Scheinen professionellere Fälschungen als bisher im Umlauf. Der Fünfziger ist noch immer am weitesten verbreitet – doch in der Fälschungsqualität ist diese Note auch am weitesten zurückgeblieben“, so Napetschnig. Professionelle Hunderter oder Zweihunderter werden in illegalen osteuropäischen Druckereien derzeit zuhauf produziert.

Tatort Adventmarkt

Früher scheuten sich Ganoven, mit größeren Scheinen zu bezahlen. „Heute werden selbst auf einem Adventsmarkt im schummrigen Licht mit einem Zweihunderter Kleinstbeträge bezahlt“, sagt der Kripo-Ermittler. Auch Christbaumverkäufer sind betroffen – mit Handschuhen ist es in der Kälte kein Leichtes, Falschgeld zu erkennen. BKA-Mann Zwettler rät den Verkäufern, sich mit gutem Licht gegen zwielichtige Kunden zu schützen, wenn kein UV-Prüfgerät vorhanden ist.

So erkennen Sie Falschgeld:

  • Fühlen der Oberfläche der Banknotenvorderseite.
  • Sehen gegen eine gute Lichtquelle.
  • Kippen und auf die Effekte von Hologramm und Farbwechsel bei der Wertzahl auf der Rückseite achten.

Falschgeld – Was tun?

  • Ruhe bewahren – es könnte ein Irrtum sein.
  • Prüfen, ob auf dem Geldschein mehrere Sicherheitsmerkmale vorhanden sind.
  • Gendarmerie benachrichtigen.
  • Händlern wird empfohlen, die Alarmkamera zu aktivieren, bzw. sich das Gegenüber gut einzuprägen.

Blickpunkte

  • UV-Licht oder Kippeffekt. Falschgeld-Experten verlassen sich ab 50-Euro-Scheinen hauptsächlich auf die Farbveränderung des Wertzeichens („50“, „100“, etc.) beim Kippen oder den Test mit UV-Licht. Ältere Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen oder Durchsichtsregister gehören zum Standardprogramm von Blüten-Druckereien.
  • Heiße Wintersaison. Vor allem in den Vorarlberger Tourismusgebieten rechnen die Ermittler in den kommenden Monaten wieder verstärkt mit Falschgeld. „Die Zeit, größere Scheine zu prüfen, lohnt sich“, so die Kripo.

Download:
Euro-Sicherheitsmerkmale: Genaue Beschreibung für alle Geldscheine zum Download. (7 Seiten, PDF, 1 MB)

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