"Fahrlässige Gefährdung von Heimbewohnern"

"Meines Erachtens ist Greti Schmid einfach nicht fähig, die Agenden in Sachen Pflegeheime zu führen. Ich wiederhole deshalb unsere Forderung, ihr diese Ressortzuständigkeit zu entziehen.

Der jüngste Bericht des Landes-Rechnungshofes unterstreicht diese Forderung leider eindrücklich“, so SPÖ-Sozialsprecherin LAbg. Dr. Elke Sader in einer ersten Reaktion auf den nun vorliegenden Prüfbericht über die Pflegeheime in Vorarlberg.

Es sei wohl besonders erschreckend, wenn der Landes-Rechnungshof in seinem Bericht festhalte, dass zumindest in drei Heimen in Vorarlberg eine fahrlässige Gefährdung der Bewohner aufgrund fehlenden Personals vorliege. Und in sage und schreibe 27 Heimen, also mehr als der Hälfte der in Vorarlberg situierten Pflegeheime, halte man die Standards nicht ein, die vom UVS vorgegeben worden seien.

Sader erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass das Erkenntnis des Unabhängigen Verwaltungssenates vom 8. Februar 2008 fordert, dass zumindest eine diplomierte Pflegekraft rund um die Uhr anwesend sein muss. „Es ist unglaublich, dass dies in mehr als der Hälfte der Vorarlberger Heime nicht der Fall ist“, so die SPÖ-Sozialsprecherin.

Bemerkenswert sei auch die Tatsache, dass zahlreiche Vorarlberger Heime den DKI-Schlüssel, der durchaus kritisch hinterfragt werden könne, als Personalober- und nicht als Personaluntergrenze interpretiert hätten. Dies entspreche wohl der Philosophie „warm, satt, sauber“ und nicht so sehr einer angemessenen bzw. gar optimalen Pflege. Diesbezüglich hält Sader fest, dass auch der Landes-Rechnungshof bemängle, dass die angemessene Pflege von der überwiegenden Anzahl der Heime nicht nachgewiesen werden könne. Dies liege sowohl an der mangelnden Qualität der Pflegedokumentation, wie auch im zum Teil fehlenden Wissen der Pflegekräfte.

Die SPÖ-Sozialsprecherin muss leider feststellen, dass die gehegten Befürchtungen rund um die Pflegeheime in Vorarlberg bestätigt wurden. Dazu meint sie abschließend: „Greti Schmid soll ihr eigenes Unvermögen einsehen und darauf verzichten, für die Pflegeheime weiterhin zuständig zu sein. Jedenfalls müssen die Empfehlungen des Landes-Rechnungshofes umgehend umgesetzt werden.“

Quelle: SPÖ

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