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Fahnder kamen Mladic dank Familie auf die Spur

Dem jahrelang gesuchten Haager Angeklagten Ratko Mladic sind die serbischen Fahnder erst durch intensivere Observierung der engsten Familienangehörigen auf die Spur gekommen.
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Wie die Belgrader Tageszeitung “Danas” am Samstag unter Berufung auf inoffizielle Quellen berichtete, seien die Telefongespräche der Familie Mladic fast ein Jahr lang mitgeschnitten worden, bis man zur konkreten Information über das Versteck des ehemaligen Militärchefs der bosnischen Serben, Ratko Mladic, gekommen sei.

Mladic versteckte sich ein Jahr in Lazarevo

Innenminister Ivica Dacic sagte am Freitag, dass sich Mladic zumindest ein Jahr in Lazarevo, einer Ortschaft in der Vojvodina etwa 60 Kilometer nordöstlich von Belgrad, versteckt habe. Er wurde am Donnerstag im Haus seines Cousins festgenommen.

Ein im Belgrader Vorort Ripanj lebender Mann empfand die Festnahme Mladics nun als große Erleichterung. Endlich könne er ruhig auf die Straße gehen, erklärte Aleksandar Isailovic gegenüber der Tageszeitung “Blic” am Samstag. Wegen seiner großen Ähnlichkeit mit Mladic war er vor zwei Jahren auf offener Straße festgenommen worden und war erst nach einer DNA-Analyse wieder freigekommen. Unter den Nachbarn ist Isailovic seitdem nur noch als “General” bekannt.

Er ist allerdings nicht der einzige, der in den letzten Jahren Unannehmlichkeiten wegen der Ähnlichkeit mit Mladic hatte. Die Wiener Polizei hatte im November nach einem anonymen Hinweis, dass sich Mladic dort aufhalten solle, eine Wohnung in der Bundeshauptstadt aufgesucht. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem 62-jährigen Bosniaken lediglich um einen Doppelgänger handelte. Als falscher Mladic entpuppte sich zuvor in der belgischen Stadt Sint-Truiden ein pensionierter Maler. Der Mann, der im September ins Visier der Polizei gekommen war, hatte eine serbische Freundin und eine Zeitlang in Kroatien gelebt.

Ein Jahr zuvor war in Kenia ein 63-jähriger Kroate vorübergehend hinter Gitter gekommen, wieder einmal ein falscher Mladic.

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