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Exportentwicklung

Die VN fragten die österreichischen Wirtschaftsdelegierten in den wichtigsten Vorarlberger Abnehmerländern.
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Mag. Andreas Haidenthaler in München

Weiterhin gute Chancen in Süddeutschland. Rot-weiß-rote Erzeugnisse sind in Bayern und Baden-Württembergäußerst beliebt. Mehr als die Hälfte aller österreichischen Exporte nach Deutschlandgehen in diese beiden Bundesländer. Auch für 2019 stehen die Chancen gut. Irritationen sind allenfalls von internationaler Seite (Handelsstreitigkeiten)zu befürchten, die den deutschen Exportmotor und damit auch die österreichische Wirtschaft einschränken könnten. Ansonsten bleiben die Perspektiven gut, der – nötige – Ausbau der Infrastruktur und die Umbrüche in der Automobilbranchebleiben hier die Treiber der Entwicklung.

Mag. Manfred Schmid in Zürich

Nach +2,7 Prozent für2018 wird für 2019 ein schwächeres Wachstum von 1,4 Prozentprognostiziert. Die Schweiz bleibt starkaufgestellt. Vollbeschäftigung, sinkende Staatsverschuldung und hohe Leistungsbilanzüberschüsse wird es auch 2019 geben. Konjunkturrisiken gibt es aber: Ein Aufflackernder Schuldenkrise brächte den Frankenunter Aufwertungsdruck, eine Zinswende der EZB bedroht eine sanfte Landung desüberhitzten Immobilienmarkts. Spannendbleibt, ob und wie die Schweiz ihr Verhältnismit der EU regelt. Dieses könnte Erleichterungen für die Vorarlberger Unternehmen im Dienstleistungsexportbringen.

Mag. Christian H. Schierer in Paris

Bereits über 40 Vorarlberger Firmen habeneine Niederlassung in Österreichs drittwichtigsten Exportmarkt. Der starke Anstieg in den meisten Exportbranchen sowie der hohe Exportüberschusssind Beleg dafür, dass vor allem Vorarlberger Unternehmen wiedergroße Exportchancen in der zweitwichtigsten Volkswirtschaft Europas wahrnehmen. Der Maschinen- und Anlagenbereich, aber auch Design aus Vorarlberghaben hohes Wachstumspotenzial. Vor allem die anstehenden Investitionen im Anlagenbereich, aber auch der Infrastruktur (Olympia 2024 und Europas größtes Stadtentwicklungsprojekt „Grand Paris“) bieten enorme Chancen.

Mag. Michael Friedl in New York

Im Jahr 2018 könnten die österreichischen Ausfuhren in unseren zweitwichtigsten Exportpartner USA zum ersten Mal die Zehn-Mrd.-Euro-Schranke durchbrechen. Das Wirtschaftswachstum von etwa drei Prozent2018 wird sich heuer auf etwa zwei Prozent verlangsamen. Dennoch wird in Industrieanlagen und den Ausbau von Produktionsstätten investiert, auch auf Grund der protektionistischen Handelspolitik. Vorarlberger Unternehmen erweitern ihre Niederlassungen oder bauen eigene Produktionsstätten auf. Langfristig werden die USA auf jeden Falleiner der wichtigsten Überseepartner für die innovative Vorarlberger Industrie sein.

Mag. Gudrun Hager in Mailand

Das Außenwirtschafts Center Mailand greift die positiven Entwicklungen im Jahr2018 (Steigerung der Exporte von Österreichnach Italien um über 8,0 Prozent) auf und bietet eine Reihe innovativer Serviceleistungen. Ein Highlight ist die österreichische Designausstellung im Rahmen des Salonedel Mobile in Mailand im April 2019, ein Event, das die Stärkefelder der Vorarlberger Wirtschaft anspricht. Wirtschaftsmissionen zu Zukunftsthemenwie Future of Fashion, Product Design oder Industrial Upgrading bieten Vorarlberger Unternehmen weitere Chancen, sich mit potenziellen italienischen Geschäftspartnern vor Ort zu vernetzen.

Dr. Christian Kesberg in London

Jede Vorschau aufExportentwicklungen2019 bleibt angesichts der Unsicherheit über den Ausgang des Brexit-Dramas reine Spekulation. Ein chaotischer Abgang der Britenwürde das Liefergeschäft verteuern und erschweren und langfristig Potenzial kosten. Kurzfristig könnten Hamsterkäufe in den ersten drei Monaten des Jahres gegenwirken. Insgesamt bleibt aber die Kirche im Dorf und das Vereinigte Königreich auch nach einem Chaos-Brexit die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas. Vorarlberger Nischenanbieter, die vielfach über Niederlassungen stabil am Markt verankert sind, werden auch in Zukunft gutes Geld mit den Briten verdienen.

Mag. Jürgen Schrederin Budapest

Die Wirtschaft Ungarns wächst und wächst,2018 sogar um mehr als vier Prozent, vor allem dank erheblicher Mittel aus den EU-Fördertöpfen. Sollte sich die Ankündigung aus Brüssel, dass Ungarn in der neuen Finanzperiode um ein Viertel weniger Geld bekommt, bewahrheiten, dann bekommt das Land ein Problem. Weiteres Ungemach könnte der ungarischen Wirtschaft durch die Entwicklung am Arbeitsmarktdrohen. Immer öfter können Unternehmen keine Aufträge mehrannehmen, weil ihnen die Arbeitnehmerfehlen. Der niedrigste Unternehmenssteuersatz sowie Förderungen locken weiterhin viele ausländische Investoren an.

Dr. Martin Glatz in Peking

Handelspolitische Unsicherheiten und eine größere Vorsichtbei der Vergabe von Krediten werden 2019für ein verhalteneres Wachstum der chinesischen Wirtschaft sorgen. Die österreichischen Exporte in das Reich der Mitte werden als Folge daraus weniger stark steigen. Die Dynamik in bestimmten Sektoren, z. B. im Sport-, Freizeit- und Lifestylebereich, der Industrieautomation, bei Umwelttechnologien oder bei Kooperationen auf Drittmärkten, scheint aber ungebrochen. Vorarlberger Unternehmen werden davon profitieren. Die anhaltende Reiselustwird für anhaltendhohe Nächtigungen chinesischer Touristen im Ländle sorgen.

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