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Exporte deutlich im Plus

Schwarzach (VN) - Vorarlberg lieferte im ersten Halbjahr Waren im Wert von 3,38 Mrd. Euro in alle Welt.

Die Ein- und Ausfuhren Österreichs stiegen im ersten Halbjahr 2010 um mehr als 12 Prozent auf jeweils über 50 Mrd. Euro Die Exporte aus Vorarlberg lagen in diesem Zeitraum laut einer Sonderauswertung der Statistik Österreich mit 3,38 Mrd. Euro ebenfalls über dem Vorjahreszeitraum. Genaue Vergleichswerte liegen nicht vor. Die Einfuhren nach Vorarlberg betrugen 2,176 Mrd. Euro. Tamara Schmidt von der Statistik Austria verweist dazu gegenüber den VN darauf, dass es sich bei den Vorarlberg-Zahlen nicht um eine amtliche Statistik handelt, sondern um eine Sonderauswertung, die sich nach der Steuernummer des Transakteurs und somit nach dem steuerlichen Sitz der Unternehmen richtet.

„Wir sind zufrieden“

Von einem Aufwärtstrend bei den Exporten berichten in Übereinstimmung mit der Statistik auch von den VN befragte heimische Unternehmer. So führt Ekkehard Assmann vom weltweit tätigen Seilbahnbauer Doppelmayr in Wolfurt aus: „Insgesamt verzeichnen wir auf allen Exportmärkten einen deutlichen Aufwärtstrend und sind mit der Entwicklung durchaus zufrieden. So konnten wir insbesondere in Osteuropa und Asien sehr schöne Erfolge erzielen. Nordamerika hat sich wieder erholt, hat aber das Niveau von 2006/2007 noch nicht erreicht. Die für unseren Gesamterfolg ungemein wichtigen Kernmärkte in den Alpenländern (Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien) verzeichnen seit Jahren eine relativ stabile Entwicklung.“ Über Exportzuwächse von rund 15 Prozent im ersten Halbjahr 2010 freut sich auch Georg Comploj, Vorstandsvorsitzender von Getzner Textil in Bludenz. Die Steigerung bezieht sich auf die Hemdenstoffe und die Bekleidungsdamaste für Afrika. Deshalb sind die wichtigsten Exportmärkte Afrika und die EU. Comploj ist auch zuversichtlich, dass die positive Entwicklung auch im zweiten Halbjahr 2010 anhalten wird. Gerhard Blum, Geschäftsführer des global aktiven Beschlägeherstellers Blum in Höchst, berichtet von „einem stärker spürbaren Aufwärtstrend vor allem seit März“, wenngleich dieser unterschiedlich war. So war die Entwicklung in Westeuropa positiv, während sich in Osteuropa einige Länder noch nicht erholt haben. Während der US-Markt schwierig bleibt, hat sich Asien gut entwickelt. „Unter dem Strich bleibt ein Plus im zweistelligen Prozentbereich“, fasst Blum die Entwicklung zusammen. Aus EU-Staaten bezog Österreich im ersten Halbjahr Waren im Wert von 38,81 Mrd. Euro und lieferte um 36,62 Mrd. Euro, das waren jeweils 12,7 Prozent mehr.

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