Exhibitionist sorgt in Mäder für Unsicherheit bei Eltern

Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
Ein Mann sorgt für Unbehagen bei Eltern in Mäder. Er ließ zwischen Kindergarten und Volksschule die Hose runter und "spielte" an sich herum.

In sozialen Medien berichtet eine Vorarlbergerin von einer unangenehmen Begegnung in Mäder. Zwischen dem Kindergarten und der Volksschule sei ein Mann unterwegs, der vor Kindern die Hose runterlasse. Gegenüber VOL.AT erzählt sie, dass der Großvater ihres Mannes am Freitag gegen 10 Uhr mit seiner Pflegerin unterwegs gewesen sei. Bei ihrem üblichen Spaziergang seien sie an der Schule vorbeigelaufen. "Da war ein Mann mit herunter gelassener Hose unten", der an sich selbst "herumhantiert" und sich wahrscheinlich selbst befriedigt habe, schildert die Mutter von zwei Kindern.

"Sie waren ganz empört"

Der ältere Mann und seine Pflegerin waren zu perplex, um zu reagieren. "Sie waren ganz empört und ersetzt", sagt die zweifache Mutter aus Mäder. Als der Mann sie gesehen habe, sei er auch gleich gegangen. "Sie hatten keine Zeit, Fotos zu machen", informiert die Frau, die den Vorfall auch der Polizei gemeldet hat.

Kinder auf dem Weg zur Schule. Symbolbild: APA/Georg Hochmuth

"Dort sind immer Kinder"

"Es ist genau zwischen Kindergarten und Volksschule", gibt die Vorarlbergerin gegenüber VOL.AT zu verstehen. "Dort sind immer Kinder." Sie hoffe daher, dass kein Kind das gesehen habe. "Ich wollte jetzt keine Panik machen, aber es ist einfach ein Thema, von dem man immer wieder hört", meint sie. Sie habe andere Eltern darauf aufmerksam machen wollen: "Mich schockiert es halt, dass es Leute gibt, die das machen", gibt sie zu verstehen.

Fall wurde angezeigt

Der Vorfall sei in Altach zur Anzeige gebracht worden, bestätigt Polizeisprecher Horst Spitzhofer gegenüber VOL.AT. "Die Ermittlungen dazu laufen." Die Details müssten noch geklärt werden: "Das ist nicht ganz so klar, wie weit er von den Kindern, den Schülern weg war", verdeutlicht Spitzhofer. Es handle sich ganz klar um eine Straftat und man gehe der Sache natürlich nach. Ob es nur Exhibitionismus gewesen sei oder ob der Mann onaniert habe, müsse erhoben werden. Sollte der Unbekannte erneut auftreten, werde man ihn beobachten. Die Ermittlungen stünden derzeit noch am Anfang.

Polizeipressesprecher Horst Spitzhofer. Bild: VOL.AT

Richtiges Verhalten

Wenn jemand einen solchen Fall bei einer Polizeiinspektion melde, werde die Gruppe Sexualdelikte des LKA informiert, so der Polizeisprecher gegenüber VOL.AT. So etwas komme in Vorarlberg nur selten vor, erklärt er. Wenn man einen Vorfall beobachte, solle man gleich die Polizei verständigen. "Vielleicht aus sicherer Entfernung beobachten", rät der Chefinspektor und bittet weiter, dass man den Beamten mitteilt, wo der Täter sich gerade aufhält. Kinder sollten ihre Eltern informieren, damit diese die Polizei verständigen können. Grund zur Sorge gibt es laut der Polizei derzeit nicht. Wenn dies der Fall wäre, würde die Polizei eine Warnmitteilung veröffentlichen.

Vorsicht bei Infos im Netz

Spitzhofer bittet in diesem Zusammenhang erneut um Vorsicht bei Informationen in sozialen Medien. Solche Schilderungen könnten zu einer Beschuldigung von Unschuldigen führen, besonders wenn sie eine Personenbeschreibung beinhalten. "Bitte immer gleich die Polizei verständigen oder wenn diese besetzt ist auch den Notruf wählen", sagt der Polizeisprecher gegenüber VOL.AT abschließend.

(VOL.AT)

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