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Ex-Liebherr-Manager enthaftet

Feldkirch - Jener Ex-Verkaufsleiter und -Prokurist der Liebherr-Werk Nenzing GmbH, der Mitte April 2007 wegen des Verdachts der Untreue in Untersuchungshaft genommen wurde, befindet sich gegen Kaution in Höhe von 50.000 Euro und Abgabe der Reisepapiere wieder auf freiem Fuß.

Immense Deliktsumme

Der Leiter der Rechtsabteilung des Liebherr-Konzerns in Bischofshofen, Gabriel Kocher, bestätigte gegenüber den „VN“, dass sich nach den noch laufenden konzerninternen Untersuchungen eine Schadenshöhe abzeichnet, die „ein Vielfaches“ der ursprünglichen Deliktsumme von 86.000 Euro beträgt. Betriebsintern werden bei Liebherr Beträge von bis zu 1,2 Mill. Euro kolportiert.

„Kommen nicht weiter“

Der Leiter der Staatsanwaltschaft Feldkirch, Franz Pflanzner, sagte zu den „VN“: „Die behördlichen Ermittlungen, die auch nach England spielen, gestalten sich sehr schwierig. Man kommt nicht weiter.“

Sowohl Kocher als auch der Geschäftsführer von Liebherr Nenzing, Wolfgang Remlinger, betonen, dass die konzerninternen Untersuchungen zur Ermittlung der tatsächlichen Schadenshöhe noch immer laufen. Die Dauer dieser Untersuchungen ist derzeit nicht absehbar, weil es dabei um komplizierte Verfahrensschritte, etwa Kontenöffnungen usw., geht.

Der Ex-Liebherr-Mitarbeiter wird verdächtigt, allenfalls mit weiteren Mittätern, von September 2005 bis September 2006 durch fingierte Kundengeschäfte und falsche Rechnungen einer Tochterfirma von Liebherr Nenzing in Sunderland schweren finanziellen Schaden zugefügt zu haben.

Kaution wurde erlegt

Mit dem Erlag der Kaution war der Verdächtigte unabhängig von einer möglichen Beschwerde der Staatsanwaltschaft zu enthaften. Ein solcher Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung.

Für den Verdächtigten gilt die Unschuldvermutung. Ihm droht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe zwischen einem und zehn Jahren.

von ERNEST F. ENZELSBERGER

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