Ex-Freundin mit Raub beeindruckt

Feldkirch - Abstruse Idee: Mit einer vermeintlichen Heldentat bei einem vorgetäuschten Raub mitten in der Nacht wollte ein 26-jähriger Koblacher das Herz einer 23-jährigen Götznerin zurückgewinnen.

Der Koblacher überredete seine Ex-Freundin, ihn in der Nacht auf gestern nach Feldkirch zu begleiten, während der Komplize, ein 22-Jähriger aus Mäder, als blinder Passagier im Kofferraum mitfuhr. Im Gisinger Erholungsgebiet Rüttenen brach das ehemalige Paar zu einem nächtlichen Spaziergang auf, während der Mäderer ihnen mit etwas Abstand folgte.

Um 1.30 Uhr erschreckt der „Täter“ die beiden, bedroht sie wild gestikulierend mit einer Gaspistole. „Handtasche her“, schrie der Mann die Götznerin an. Als der Räuber auch von seinem Freund die Herausgabe der Wertsachen forderte, startete dieser seinen Auftritt als Held in dem kriminellen Schmierenstück. Er schrie den „Täter“ an, dieser verpasste ihm in einem Handgemenge eine Verletzung am Kopf. Schließlich flüchtete der vermeintliche Angreifer, gab noch einige Schüsse aus seiner Gaspistole ab und verschwand im Wald.

Der Koblacher brachte schließlich seine Ex-Freundin zu ihrer Mutter nach Hause, dann die „gestohlene“ Handtasche zurück in das Erholungsgebiet. Am nächsten Tag hätte man sie ja zufällig finden können …

Ärger eingehandelt

„Dazu kam es aber nicht, denn die Männer haben sich beim Anzeigen des vermeintlichen Überfalls in Widersprüche verstrickt“, sagt ein Polizist der Inspektion Feldkirch den „VN“.

Mit der inszenierten Heldentat hat sich das Duo einigen Ärger eingehandelt: Anzeigen wegen schwerer Nötigung, falscher Zeugenaussage und Vortäuschung werden erhoben.

Und die Liebe der Götznerin konnte auch nicht zurückgewonnen werden.

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