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Europäer missbilligen Bushs Außenpolitik

Die Europäer wünschen sich laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage unter neun EU-Staaten in der Außen- und Sicherheitspolitik mehr Unabhängigkeit von den USA.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Studie im Auftrag des German Marshall Fund und der Compagnia di San Paolo vertraten 55 Prozent der Befragten diese Meinung. 72 Prozent der Europäer missbilligen demnach die Außenpolitik von US-Präsident George W. Bush, 59 Prozent lehnen eine globale Führungsrolle der USA ab.

Die Beliebtheit der USA bei den EU-Bürgern nahm laut der Umfrage gegenüber dem Vorjahr um einen Punkt ab: Sie liegt auf einer Skala von 1 bis 100 jetzt bei 50, im Vorjahr noch bei 51. Insgesamt sagten 52 Prozent der EU-Bürger und 50 Prozent der US-Bürger, die transatlantischen Beziehungen seien gleich geblieben.

In Deutschland war unter den Anhängern der Konservativen und der politischen Mitte rund jeder Zweite dafür, dass die Partnerschaft mit den USA stärker werden oder gleich bleiben sollte. Nur 29 Prozent der Linken stimmten dem zu.

In den USA wuchs gleichzeitig die Zustimmung für eine stärkere Rolle Europas: 47 Prozent der dort Befragten sprachen sich für eine starke EU aus, sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Für die Erhebung wurden im Mai und Juni in neun EU-Staaten, der Türkei und den USA jeweils 1000 Menschen befragt.

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