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Europa: Künftig Hitze, Fluten und Stürme

„In Europa werden künftig vermehrt extreme Hitzeereignisse, Fluten und Stürme in der Stärke von Hurrikanen eintreten“, hieß es in einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Die volkswirtschaftlichen Schäden des Klimawandels könnten sich nach Einschätzung des DIW bis 2050 weltweit auf bis zu zwei Bill. Dollar (1,6 Bill. Euro) summieren. Bei einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um ein Grad dürften sich die Schäden durch Naturkatastrophen wie Hochwasser in Deutschland bis dahin auf 137 Mrd. Euro belaufen, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten DIW-Bericht.

„Diese Ausgaben werden in der Volkswirtschaft an anderer Stelle fehlen, was die ökonomischen Wachstumseffekte mindert und zu zusätzlichen Wohlfahrtseinbußen führt.“ Eine schnelle Umsetzung des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung von Treibhausgasen sei daher ohne wirtschaftliche Alternative.

In Europa seien bereits in den vergangenen drei Jahrzehnten die ökonomischen Schäden auf Grund extremer Wetterereignisse um den Faktor 15 gewachsen. Allein die Hitzewelle im vergangenen Jahr habe in Europa Kosten von zehn bis 17 Mrd. Euro verursacht. Das Hochwasser 2002 habe in Deutschland mit etwa 9,2 Mrd. Euro zu Buche geschlagen. Flexible klimapolitische Instrumente wie der Emissionsrechtehandel könnten das Ausmaß der Kosten einer Emissionsreduktion senken, hieß es weiter. Vor allem Russland wäre als Anbieter von Emissionsrechten ein Gewinner der Klimapolitik und könnte mit Einnahmen von bis zu 20 Mrd. Dollar über einen Zeitraum von vier Jahren (2008 bis 2012) rechnen. Russlands Parlament wird das Kyoto-Protokoll nach Erwartung der Regierung bis zum Jahresende ratifizieren. Das Protokoll sieht vor, durch ein Quotensystem den weltweiten Ausstoß so genannter Treibhausgase zu begrenzen. Die USA haben angekündigt, dem Umweltschutzabkommen nicht beizutreten. Mit einer Ratifizierung des Kyoto-Protokolls würde Russland die Voraussetzungen für dessen In-Kraft-Treten schaffen. Es kann nur verbindlich werden, wenn sich Staaten beteiligen, die gemeinsam für mindestens 55 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind.

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