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EU/China: Noch kein Ausweg aus Textilkrise

China und die EU haben noch keinen Ausweg aus der Krise um chinesische Textileinfuhren gefunden, die in europäischen Zollhäfen festgehalten werden. Den Mitgliedsstaaten sollen nun mehrere Möglichkeiten präsentiert werden.

Nach viertägigen Verhandlungen reiste die europäische Expertendelegation am Montag zurück nach Brüssel, um ihre Ergebnisse in die Konsultationen mit den Mitgliedsstaaten einzubringen, berichtete der Sprecher der EU-Vertretung in Peking, Michael Jennings. Die EU-Mission werde die Verhandlungen an ihrer Stelle fortführen. „Wir verhandeln weiter“, betonte Jennings.

Wann eine Lösung gefunden werden kann, konnte der Sprecher nicht vorhersagen. „Es gibt viele Möglichkeiten.“ EU-Handelskommissar Peter Mandelson hatte am Wochenende in einem BBC-Interview angekündigt, den EU-Staaten an diesem Montag Vorschläge zu unterbreiten, um die Waren aus dem Zoll zu bekommen. Er äußerte die Hoffnung, dass dies bis Mitte des Monats gelingen kann.

Etwa 75 Mio. Pullover, Hosen, Blusen, T-Shirts und andere, meist bezahlte Textilien kann der Zoll nicht an europäische Händler ausliefern, weil die im Juni eingeführten Einfuhrquoten für dieses Jahr bereits ausgeschöpft sind. Ein Ausweg wäre, die Quoten – wie von China gefordert – zu erhöhen, die Textilkategorien zu verändern, Quoten vom nächsten Jahr vorzuziehen oder Lieferungen auszunehmen, die vor der neuen Quotenregelung vertraglich vereinbart worden sind.

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